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17.08.2017 - 15:41
Foto: Gantner

Tausende arbeiten, damit Landsleute feiern können

24.12.2010, 01:00
Wenn alle anderen feiern, machen sie Dienst, damit alles geregelt weiterläuft. Damit Verletzte versorgt werden, damit Verbrecher verhaftet werden, oder einfach, damit die vergessene Zutat fürs Festessen noch besorgt werden kann. Am 24. Dezember arbeiten viele Oberösterreicher.

"Es ist ein ganz normaler Arbeitstag", meint Claudia Merscher (30) aus Puchenau. Sie hat zu Heiligabend Nachtdienst bei der Linzer Polizei (Bild). Und das ist notwendig: "Es kann immer was passieren." Ihr kleiner Sohn Daniel feiert eben an einem anderen Tag mit ihr. Kein Problem, sagt die junge Mutter.

Allein in Linz teilen 117 Kollegen ihr "Schicksal". Beim Roten Kreuz haben zu Weihnachten etwa 600 Mitarbeiter in ganz Oberösterreich Dienst. Bei der Feuerwehr arbeiten in der Landeswarnzentrale, bei den Berufsfeuerwehren von Voest und Chemie Florianijünger. Weitergearbeitet wird an diesem Feiertag in Oberösterreich in vielen Gastronomiebetrieben, im Handel, im Spital (allein im AKh arbeiten am 24. Dezember 240 Pflegekräfte), bei Firmen wie der Voest (300 Mitarbeiter sind im Dienst) und bei den Taxlern. Da wird nicht gejammert.

Kollegen als Familie

Jammern ist auch dem Berufsfeuerwehrmann Gerhard Dicketmüller aus Linz fremd. Er wurde für den Heiligen Abend eingeteilt: "Der Freudentaumel bricht nicht aus, aber es ist eben mein Beruf." Und bei diesem Beruf werden die Kollegen zur Ersatzfamilie: "Wir sind so viel zusammen, da ist das ganz normal. Wir machen es uns am 24. Dezember gemeinsam gemütlich, kochen was Gutes und essen Kekse."

Immer im Hinterkopf, dass es jederzeit einen Einsatz geben könnte: Der 20- jährige Thomas Haas nimmt das sogar ganz freiwillig ohne Bezahlung am Heiligen Abend auf sich: "Gerade an diesem Tag ist es mir wichtig, etwas Gutes zu tun. Man gibt ein paar Stunden Freizeit her, bekommt aber viel mehr zurück."

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