Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
23.09.2017 - 13:20
Foto: APA/BARBARA GINDL

Streit mit Nachbarn: Sechs Monate Haft für Innviertler

09.08.2011, 14:24
Ein Streit mit Nachbarn, der sogar zu einem Cobra-Einsatz führte, hat für einen 49-jährigen Hilfsarbeiter im Bezirk Braunau in Oberösterreich ein gerichtliches Nachspiel gehabt. Der "urige Innviertler" mit "sehr einfachem Intellekt", wie er von seinem Verteidiger beschrieben wurde, hatte seine Nachbarn nahezu täglich über den Zaun hinweg auf das Schlimmste beschimpft - er tat dies sogar in Gstanzln. Am Dienstagvormittag wurde der Mann - noch nicht rechtskräftig - zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt.

Während seine Nachbarn sich wenig von den teilweise als Spottgesang verpackten Verbalattacken des Hilfsarbeiters beeindrucken ließen, fühlte sich ihre 71- jährige Mutter bedroht. Sie habe schon nicht mehr schlafen können, gab sie als Zeugin beim Prozess am Landesgericht Ried im Innkreis an.

Am lauen Abend vom 11. auf den 12. Juli saß die Familie draußen, als der 49- Jährige erschien und drohte, den Zaun sowie Sträucher umzuschneiden und das Haus anzuzünden. Die Nachbarn riefen die Polizei.

Drohung nur "milieubedingte Unmutsäußerung"

Als diese anrückte, verschanzte sich der Mann im Haus. Das Sondereinsatzkommando Cobra wurde alarmiert und nahm ihn fest. Vor Gericht verantwortete er sich ziemlich wirr. "I sag ka Wort nimmer, es muaß a Ruah sei", meinte er.

Dann erklärte er noch, dass er sich verschanzt habe, weil er grundsätzlich Angst vor der Polizei habe. Seine angebliche Drohung sei nur eine "milieubedingte Unmutsäußerung" gewesen, so sein Verteidiger. Die einwöchige Untersuchungshaft sei ihm Lehre genug gewesen.

Richter: "Schlapfen halten, sonst sehen wir uns wieder"

Der Richter sah als erwiesen an, dass der Mann die Nachbarn einschüchtern und in Furcht und Schrecken versetzen habe wollen. Er verurteilte ihn zu sechs Monaten bedingt auf drei Jahre, Ersatz der Verfahrenskosten und ordnete Bewährungshilfe an.

Dem Angeklagten gab er in einer für ihn wohl verständlichen Sprache den Rat: "In Zukunft Schlapfen halten und Ruhe geben, sonst sehen wir uns wieder". Der 49- Jährige erbat sich Bedenkzeit, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab, daher ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

09.08.2011, 14:24
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum