Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
22.09.2017 - 18:05
Foto: JÜRGEN RADSPIELER

Steiermark verliert Eispalast an Oberösterreich

21.11.2013, 10:03
Die Steiermark schrumpft und verliert dabei eine ihrer Tourismusattraktionen an Oberösterreich. Rund 25.000 Quadratmeter im Bereich des Dachsteingletschers gehen wegen einer Korrektur des Grenzverlaufs an Oberösterrich. Damit verlieren die Steirer auch ihren Eispalast, der alleine im Vorjahr etwa 200.000 Menschen anlockte.

Der Eispalast zählt mit seinen beeindruckenden Eisskulpturen und einer gewaltigen Gletscherspalte, die dort für Besucher zu besichtigen ist, zu den Hotspots in der Dachstein- Region. Doch ab dem 1. Jänner 2014 wird diese Attraktion zur oberösterreichischen Gemeinde Obertraun gehören. Der Grund: Der Grenzverlauf in diesem Bereich war über Jahrzehnte hinweg falsch bemessen worden.

Foto: JÜRGEN RADSPIELER

"Es ist im beiderseitigen Einvernehmen beschlossen worden", erklärte Georg Bliem, Chef der Steiermark- Tourismus und Dachstein- Direktor gegenüber krone.at. Es sei eine Sache, die schon "länger geschwelt" sei. Man habe mit der Korrektur des Grenzverlaufs aber einfach Klarheit schaffen wollen.

Wertschöpfung bleibt in steirischer Hand

Ein Problem sei das aber nicht, es gehe ja auch die Landesgrenze mitten durch das Restaurant am Dachstein, beruhigte Bliem. Auch für Touristen und Sommercard- Besitzer sei die Veränderung "nicht relevant". Einziger Unterschied: Die Eispalast- Einkünfte und Steuergelder fließen dann aber nach Oberösterreich.

Die restliche Wertschöpfung bleibt dagegen in der Steiermark, erklärt OÖ- Tourismusdirektor Karl Pramendorfer: "Wenn der 1. April wäre, würde ich sagen, wir überlegen einen Zugang von Oberösterreich aus. Im Ernst: Natürlich bleibt der Einstieg in der Ramsau, man kann gar nicht von der anderen Seite anreisen, also essen und nächtigen die Leute auch in Zukunft dort."

"Eispalast wäre in OÖ wohl nicht genehmigt worden"

Detail am Rande: "In Oberösterreich wäre der Eispalast wohl nie genehmigt worden", so der Sprecher von Naturschutzlandesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ). Während das Areal in der Steiermark lediglich ein Naturdenkmal sei, existiere auf der oberösterreichischen Seite der Grenze ein - strengeres - Europaschutzgebiet, das im kommenden Jahr voraussichtlich auf das Neuland inklusive Eispalast ausgedehnt wird. Die Touristenattraktion wäre dann juristisch gesehen ein Bestandsbau, was bedeutet, dass er stehen bleiben darf, aber ein weiterer Ausbau wenig Chancen auf Genehmigung hätte.

21.11.2013, 10:03
red/Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung/AG
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum