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19.08.2017 - 06:29
Foto: APA/Harald Schneider

Spitalsreform geht nicht auf Nöte der Pflegenden ein

03.03.2011, 01:00
Wenig sickert aus dem "Geheimrat" durch, der derzeit die Spitalsreform in Oberösterreich ausarbeitet – und dabei zu Befürchtungen Anlass gibt, dass die Nöte des Pflegepersonals wieder nicht gelöst werden. Daher gibt es nun einen "Hilferuf" der Gewerkschafter.

Die Bestandsaufnahme der ARGE Gesundheitsberufe im OÖGB, deren Vorsitzender der AKh- Betriebsratschef Branko Novakovic ist, fällt alarmierend aus: "Die Personalausstattung in oberösterreichischen Spitälern ist im österreichischen Verleich sehr niedrig. Während etwa im LKH Klagenfurt 22,5 Pflegepersonen auf 35 Betten kommen, sind es in unserem Bundesland 14 bis 16 für 30 Betten."

Das erhöht natürlich den Arbeitsdruck, wobei es in den Nächten noch schlimmer wird: "Noch immer betreut in mehr als 90 Prozent aller Bettenstationen in der Nacht eine einzige Krankenschwester 30 Patienten oder mehr", weiß Novakovic. "Eine Evaluierung am LKH Freistadt hat ergeben, dass dies zu extremen und laut dem Arbeitnehmerschutzgesetz unzulässig hohen Belastungen führt."

Mehr Personal und bessere Bezahlung

So steige die Zahl der Beschäftigten in Gesundheits- und Sozialberufen, die in Mitarbeiterbefragungen angeben, überlastet zu sein, extrem. Zu den Problemen durch den niedrigen Personalstand  kommt noch die im Vergleich zu anderen Bundesländern und zu anderen Berufen niedrige Entlohnung. Auch bei der Ausbildung gebe es Handlungsbedarf: "Österreich ist neben Deutschland einziges EU- Land ohne Diplomkrankenschwesternausbildung auf Maturaniveau."

All dies ist Basis für ÖGB- Forderungen, deren drängenste "mehr Personal" ist. Um das zu bekommen, bräuchte man natürlich aber auch höhere Gehälter.

Kronen Zeitung

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