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24.09.2017 - 22:15
Foto: Markus Wenzel

Sinkendes Schiff in Linz - Bergung kostet eine Million €

10.12.2010, 07:00
Nach 44 Jahren kommt für die einstige "schwimmende Werkstatt" im Linzer Hafen wohl das endgültige Aus: Sie war 1995 in Privatbesitz übergegangen, worauf die Linz AG (damals noch SBL) die sofortige Entfernung des Schwimmkörpers sogar bei Gericht einklagte. Jetzt schlug das Hafenrelikt leck und sank teilweise.

"Der Schwimmkörper wurde nun mit Sachverständigenhilfe besser gesichert, damit er den Hafenbetrieb nicht gefährdet - so liegen bleiben kann er aber nicht, er muss jetzt weg", erklärte der für den Linzer Hafen zuständige Linz- Service- Geschäftsführer Dipl.- Ing. Alfred Leimer am Donnerstag.

"Sie muss sofort aus dem Hafen weggebracht werden", hatte es aber bereits im Februar 1995 geheißen, als der damalige "Fitzcarraldo"- Kapitän Bernhard Luger den Schwimmkörper von der in Auflösung befindlichen DDSG geschenkt bekommen hatte. Der urige Donauschiffer hatte dort ein "Internationales Institut für Binnenschifffahrt" einrichten wollen. Dieses Projekt wurde aber abgelehnt, weil der Schiffskörper mit hochgiftigem Asbest isloiert ist. Da half es dem Enthusiasten auch nicht, dass er sich aus Protest an den Mast kettete.

Alter Kahn sollte Restaurantschiff werden

Da Bernhard Luger den 100 Meter langen und zwölf Meter breiten "Problemkahn", der keinen eigenen Antrieb hat, nicht aus dem Hafen bringen konnte und eine fachgerechte Entsorgung damals etwa zwölf Millionen Schilling gekostet hätte, verkaufte er die einstige Werkstatt der DDSG an einen Wiener Gastronomen, der das Relikt als Restaurantschiff bei Wien einsetzen wollte. Doch auch daraus wurde bisher nichts.

Nun schlug der Schiffskörper, wie berichtet, in der Nacht zum Mittwoch leck - vermutlich wurde er durch Wellenschlag gegen Uferfelsen gedrückt. Jetzt muss der Eigentümer das Wrack wegbringen. Kosten der Bergung: etwa eine Million Euro!

von Johann Haginger, "OÖ Krone"

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