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18.08.2017 - 05:10
Stars wie Beyonce machen Shapewear gerade populär.
Foto: 2016 Getty Images

"Shapewear" schadet Gesundheit

23.01.2017, 00:24

Shapewear - also  die aktuelle Variante eines Mieders  - erfreut sich gerade in der Ballsaison bei der Damenwelt großer Beliebtheit. Das permanente Schlankschummeln mit solcher körperformender Unterwäsche kann allerdings die Gesundheit gefährden, warnt Primar Norbert Fritsch, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am LKH Freistadt, in unserem Interview.

Sie warnen vor dem exzessiven Einsatz von körperformende Unterwäsche, jetzt genannt "Shapewear".


Gerade im Bauchbereich übt so etwas enormen Druck auf die inneren Organe aus. Das betrifft sowohl Dick- und Dünndarm als auch Magen, Lunge und Blase. Der Druck auf die Verdauungsorgane kann zu Sodbrennen führen und in weiterer Folge zu Ösophagitis, das ist eine schmerzhafte Entzündung der Schleimhäute von Magen und Speiseröhre. Diese Körperformer können aber auch die Rumpfmuskulatur derart schwächen, dass sich Bauch- und Rückenmuskeln zurückbilden.


Ist das nicht etwas übertrieben? Viele Frauen tragen  solche "Shapewear" doch vor allem bei speziellen Anlässen wie bei Bällen.


Kurzfristig ist es sicher kein so großes Problem. Die Trägerin fühlt sich nur ähnlich unwohl, wie wenn man mit einer eng sitzenden Hose zu viel isst. Es spannt und drückt überall. Spaß ist das keiner. Als Grundregel gilt jedenfalls: Sobald die Enden dieser Unterwäsche in die Haut einschneiden, ist diese Wäsche zu klein und damit bedenklich für die Gesundheit.


Verblüffend ist ja, dass das Mieder oder Korsett auf diese Art heimlich zurückgekehrt ist. Vor hundert Jahren  haben die Frauen noch heftig gegen ebendiesen Schönheitswahn gekämpft.


Ganz so arg wie damals ist es aber noch nicht. Ich habe mir in einer Ausstellung einmal das Korsett der Kaiserin Sissy angesehen. Unglaublich, dass sich jemand überhaupt in so etwas hineinzwängen konnte. Interessant ist übrigens auch, dass weniger die Dicken solche Unterwäsche anziehen, sondern vielmehr die dünnen Frauen. Denen schon ein kleines Bächlein zuviel ist.


Interview: Christoph Gantner

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