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19.08.2017 - 19:54
Foto: Philipp Wiatschka, Salzi.at

Schweißer erstickt an Gas - auch Helfer beinahe getötet

02.09.2011, 08:29
Erst nach etwa einer Stunde ist am Donnerstag ein tödlicher Arbeitsunfall in der Firma Enco in Pinsdorf im Bezirk Gmunden in Oberösterreich entdeckt worden. Ein Schweißer (38) aus Regau war in einem Metallsilo am Schutzgas Argon erstickt. Ein Rettungsversuch hätte fast auch noch einen Kollegen das Leben gekostet. Er brach bewusstlos zusammen, der Meister rettete ihn.

Unachtsamkeit oder Leichtsinn kostete den Edelstahlschweißer Dragan I. (38) aus Regau das Leben. Der Vater eines dreijährigen Buben hatte am Donnerstagvormittag außen an einem Metallsilo Schweißnähte gesetzt und dabei das Schutzgas Argon verwendet. Dann kletterte er kurz vor Mittag in den Riesenbehälter, ignorierte dabei jedoch, dass dieser mit Argon befüllt war. Es dürfte zu viel eingeströmt oder zu wenig entlüftet worden sein.

Laut den Ermittlungen war Dragan I. jedenfalls schon steif, als ihn sein Kollege Günther K. (43) gegen 12.50 Uhr entdeckte. Der Arbeiter wollte helfen, alarmierte die Kollegen und kletterte dann selbst hinein. Doch dabei atmete auch Günther K. das Gas ein und brach ebenfalls bewusstlos zusammen.

"Da genügen zwei Atemzüge und man ist sofort weg"

Meister Gerhard H. (56) aus Gmunden reagierte schnell und legte den Silo mit einem Ladekran um. Dann spülten die Arbeiter den Behälter mit Druckluft aus und bargen ihren reglosen Kollegen. Günther K. wurde dann ins Gmundner Krankenhaus eingeliefert, wo er sich rasch von dem Unfall erholte.

"Argon ist ein geruch- und farbloses Gas, das erstickend wirkt. Da genügen zwei Atemzüge und man ist sofort weg. Der Arbeiter hatte keine Chance. Aus heutiger Sicht war es aber sein eigenes Verschulden", so ein ermittelnder Gmundner Polizist zur "Krone".

Das Unglück traf die gesamte Belegschaft schwer. Das Rote Kreuz, das zunächst mit einem Notarztwagen und zwei Rettungen angerückt war, alarmierte noch acht Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams.

02.09.2011, 08:29
Christoph Gantner, Kronen Zeitung/red
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