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23.08.2017 - 02:50
Foto: Horst Einöder

Schottergrube hat ¿Sand im Getriebe¿

11.03.2008, 01:00
Die Proteste werden immer lauter! Die gestrige Verhandlung nach dem Mineralrohstoffgesetz für die geplante Schottergrube in Pichling musste auch aufgrund der teils emotionalen Diskussionen mit Anwohnern auf heute verlängert werden. Dazu droht ein juristischer Streit zwischen der Stadt und Betreiber Harald Glisic.

„Durch den Südpark gibt’s  auf der Bundesstraße B 1 schon genug Schwerverkehr“, knurrt etwa Manfred Carrington, Obmann der Initiative „Lebensqualität Pichling“. Er war einer der rund 100 Teilnehmer an der Verhandlung, bei der teils sehr emotional debattiert wurde. Unterstützung kommt von der Politik - so sagt etwa FP- Gemeinderat  Robert Hauer: „Das Naherholungsgebiet muss erhalten werden.“ Und Stadtrat Klaus Luger erklärt: „Die Stadt wird das Durchfahrtsrecht auf den Grundstücken, die neben dem Abbaugebiet liegen, verweigern.“

Was Betreiber Glisic und dessen Anwalt Wolfgang List auf die Palme treibt: „Wir haben einen gültigen Vertrag für die Benutzung dieser Gründe. Wird der gebrochen, werden wir auf unser Recht und Schadenersatz klagen“, so List, der noch einen Ausweg sieht: Es gibt ein Notwegerecht, das auch für Schotterabbau gilt  und wofür keine Eigentümerzustimmung nötig ist. „Wir wollen uns aber nicht darauf berufen, streben eine gütliche Einigung an.“ Und Glisic hat noch andere Probleme. Laut Gutachten ist die Lärm- und Stickoxid- Belastung zu groß, das Projekt muss abspecken. So soll der Schotter nur abgebaut, aber nicht vor Ort aufbereitet werden.

Für die Anwohner ein schwacher Trost. Carrington: „Am Mittwochabend ist die nächste Sitzung unserer Initiative. Da werden wir die weitere Vorgehensweise besprechen…“

 

Foto: Horst Einöder

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