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18.08.2017 - 21:58
Der Ordnungsdienst muss bei Kontrollen die roten Jacken tragen.
Foto: Werner Kerschbaummayr

Schon wieder Wirbel um Bettler in Linz!

18.01.2017, 05:00

Acht Monate nach Einführung des sektoralen Bettelverbots gehen die Wogen wieder hoch. Die FPÖ fordert in der Innenstadt temporäre Zivilkontrollen durch die Ordnungswache.  Bettelbanden haben sich auf die neue Situation eingestellt und schnorren nun Passanten im Vorbeigehen um Geld an - zum Teil sehr aufdringlich!

Im Vergleich zum Dezember 2015 ist im letzten Monat die Zahl der Bettelei- Delikte von 147 auf den historischen Tiefststand von 49 zurückgegangen. Dennoch könnte das 2016 politisch so heiß diskutierte Thema auch heuer wieder den Linzer Gemeinderat beschäftigen.
Die FP brachte bei SP- Stadtchef Klaus Luger einen Antrag zu temporären Kontrollen der Ordnungswache in zivil ein.  "Weil die organisierten Bettelbanden die derzeitigen Patrouillengänge unterlaufen. Zum Teil werden Späher eingesetzt, die Alarm schlagen,  sobald sie die roten Jacken des Ordnungsdienstes sehen", spricht  der freiheitliche Stadtvize Detlef Wimmer  von einer neuen Taktik.

Schnorrer tauchen in der Menschenmenge unter

Statt im Sitzen wird nun vermehrt im Vorbeigehen geschnorrt.  Das aggressive Betteln wird aber in Anwesenheit der Beamten eingestellt und die Schnorrer tauchen in der Menschenmenge unter. Der Nachweis einer Straftat sei  also unmöglich. Deshalb verlangt die FPÖ Kontrollen  ohne Uniform. In  Absprache mit der Polizei  soll die Stadtwache  nur an bestimmten Tagen und zu gewissen Uhrzeiten die Kontrollgänge durchführen. "Bereits vor vier Jahren haben sich die Zivilkontrollen  gut bewährt. Leider wurden sie vom damaligen Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) durch Weisung an die Geschäftsführung  eingestellt",  rechnet Wimmer nicht  mit   Unterstützung der SPÖ. Die ÖVP sprach sich bereits im letzten Frühjahr für Zivilkontrollen durch die Stadtwache in Linz aus.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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