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20.08.2017 - 03:05

Schneepflugeinsatz auf der A2 nach Hagelunwetter

06.07.2012, 11:01
Auch wenn der Winter noch fern ist, in der Steiermark hat am Donnerstag ein Schneepflug auf die Südautobahn A2 ausrücken müssen. Tischtennisballgroße Hagelkörner waren zuvor während eines heftigen Unwetters zwischen Steinberg und Modriach auf die Fahrbahn geprasselt. Auch Teile Oberösterreichs und des Burgenlandes blieben von Hagel und Regen nicht verschont, die Feuerwehren standen im Dauereinsatz.

Um den zentimeterhoch auf der Fahrbahn liegenden Hagel wegzubekommen, ließ Autobahnmeister Markus Bratschko einen Schneepflug ausrücken. Nach knapp einer Dreiviertelstunde war der Unwetterspuk in der Steiermark dann aber wieder vorbei und die A2 konnte - auch dank des Einsatzes der Exekutive - für den Verkehr freigegeben werden.

Häuser vorübergehend evakuiert

Das Unwetter hatte sich am Nachmittag über der weststeirischen Bezirkshauptstadt Voitsberg zusammengebraut: Große Regenmengen gingen nieder, generell begleitet von teils heftigem Hagelschlag. Binnen Minuten sanken die Temperaturen von rund 30 auf unter 20 Grad Celsius. Die örtlichen Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun, um unter Wasser stehende Keller auszupumpen.

Auch der Raum Köflach, Rosental und Umgebung war von den schweren Regenfällen betroffen. Innerhalb kürzester Zeit wurden Häuser und Straßen von den Wassermassen überflutet, die B70 sowie die L346 waren gesperrt. In der Gemeinde Rosental mussten 20 Familien vorübergehend aus ihren Häusern und durften erst wieder zurück, als die Pegel wieder sanken.

In der Landwirtschaft entstand laut der Österreichischen Hagelversicherung ein Schaden von etwa 700.000 Euro, besonders Grünland, Obst und Wein waren betroffen.

Eingeklemmte Personen in OÖ aus Auto befreit

Auch in Oberösterreich sorgte die Gewitterfront für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren. Knapp 3.000 Florianis wurden zu mehr als 250 Einsätzen gerufen, teilte das Landesfeuerwehrkommando mit. Die Unwetter richteten enorme Schäden an: Alleine jene in der Landwirtschaft belaufen sich auf etwa 3,1 Millionen Euro.

In einer Unterführung in Ansfelden im Bezirk Linz- Land waren zwei Personen in einem Auto eingeschlossen. Im Bezirk Vöcklabruck fiel ein Baum auf ein Fahrzeug. Die Feuerwehr barg alle Insassen. Sie wurden nicht weiter verletzt, hieß es. Vor allem überflutete Keller und von Bäumen oder Felsen versperrte Verkehrswege hielten die Helfer auf Trab. Aber auch ein Dachstuhl brannte nach einem Blitzeinschlag in Haslach an der Mühl im Bezirk Rohrbach.

Beim Golfplatz in Maad (Bezirk Schärding) beschädigte ein Blitz einen Transformator, das darin enthaltene Öl trat aus. 130 Liter konnten die Feuerwehren auffangen, dennoch bestand durch die zuvor versickerte Flüssigkeit erhebliche Gefahr für das Grundwasser. So wurde das kontaminierte Erdreich abgetragen, um einen Schaden für die Umwelt zu verhindern.

Wassersportler am Neusiedler See vermisst

Auch im Burgenland mussten die Florianijünger Dutzende Keller auspumpen, am Neusiedler See waren zwei Wassersportler in Seenot geraten, konnten jedoch wohlauf zurückkehren, teilte Swen Karassowitsch, Feuerwehrkommandant in Rust, mit. Ein Elektroboot- Fahrer schlug gegen 18 Uhr Alarm, er hatte versucht, eine Schilfhütte zu erreichen, scheiterte jedoch.

"Wir haben dann nach dem Mann gesucht, er konnte sich aber selbst in der Ruster Bucht in Sicherheit bringen. Gegen 19.30 Uhr war der Einsatz beendet", so Karassowitsch. Der Bootsfahrer sei, wie auch ein gekenterter Segler, der zuvor vermisst worden war, wohlauf, hieß es. Eine Privatperson hatte den Mann mit seinem Katamaran entdeckt und den Kommandanten verständigt.

Fast jede Ortschaft im Mittelburgenland betroffen

Auch zu Land hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun, die Landessicherheitszentrale Burgenland kam stellenweise mit dem Alarmieren nicht nach. In Pamhagen hatte ein Blitzschlag einen Dachstuhlbrand ausgelöst. In den Bezirken Neusiedl am See und Eisenstadt- Umgebung mussten zahlreiche Keller ausgepumpt werden und umgestürzte Bäume beseitigt werden. In Mörbisch musste die Ortseinfahrt immer wieder wegen der Wasser- und Schlammmassen gesperrt werden. Die B52 war zwischen Mörbisch und Rust an mehreren Stellen vermurt und daher nur erschwert passierbar.

Auch im Mittelburgenland, insbesondere im Bezirk Oberpullendorf, hielten Starkregen und Hagel die Florianis auf Trab. "Fast jede Ortschaft ist betroffen, überall finden Pumparbeiten statt", sagte eine Sprecherin der Zentrale.

Etwa 1.600 Hektar landwirtschaftliche Flächen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Nach ersten Erhebungen durch die Hagelversicherung entstand durch die Unwetter in den Bezirken Neusiedl am See und Oberpullendorf ein Schaden von rund 500.000 Euro. Vor allem Weinkulturen und Gemüse waren betroffen.

06.07.2012, 11:01
AG/red
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