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19.09.2017 - 19:41
Foto: Manfred Fesl

Schlechte Chancen auf 200.000 Euro

11.02.2008, 01:00
Seit mehr als einem Jahr wartet Ernst Hamedinger (61) aus St. Florian bei Schärding darauf, dass seine Versicherung ihn für einen Brand auf seinem Bauernhof in Andorf entschädigt. Doch weil der Krankenpfleger selbst lange der Hauptverdächtige war, stehen seine Chancen schlecht. Die Versicherung hat ihm 15.000 Euro angeboten, der Schaden belaufe sich jedoch auf 200.000 Euro.
„Seit es mit den Anschlägen in Altheim wieder losgegangen ist, fürchten meine Frau und ich uns vor jedem neuen Vollmond“, erzählt Ernst Hamedinger am Telefon: „Wir rätseln seit einem Jahr, ob der Wahnsinnige wieder bei uns zuschlagen wird.“ Rückblende zur Nacht vom 2. auf den 3. Februar 2007: Um 1.13 Uhr früh hatten Nachbarn Alarm geschlagen, weil in Andorf der unbewohnte Hof von Ernst Hamedinger in Flammen stand. Noch während 80 Feuerwehrleute versuchten, den Brand zu löschen, entdeckten einige Einsatzkräfte in der Lagerhalle eine brennende Kerze. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Brandleger - anders als bei allen sonstigen Bränden im Innviertel - auf eine merkwürdig akribische Art und Weise vorgegangen war. Der Täter hatte insgesamt zwölf Schachteln in dem Gebäude aufgestellt. Jede einzelne war mit einer Kerze, einer Styroporplatte als Halterung und Zeitungspapier als zusätzliche Brandquelle versehen. Diese Zünder hatte der Feuerteufel einzeln extra auf Heuhaufen platziert. Sogar die Fenster im Stadel waren sorgfältig mit Brettern verschlagen, damit kein Feuerschein frühzeitig nach draußen drang.

Besitzer Ernst Hamedinger hatte kein vollständiges Alibi, sondern den leer stehenden Bauernhof auffällig hoch auf 550.000 Euro versichert. Noch dazu war neun Jahre zuvor in St. Marienkirchen ein ähnliches Gebäude, dass ihm gehört hatte, in Flammen aufgegangen - wir berichteten. Kein Wunder also, dass Hamedinger gleich einmal als Hauptverdächtiger ins Visier der Ermittler geriet.

Doch das Rieder Landesgericht stellte im Juni 2007 die Erhebungen ein. Damit ist Hamedinger zwar außer Verdacht, doch er muss weiterhin mit der Versicherung um den Schadenersatz rittern: „Sie will nicht zahlen, ich musste deshalb einen Anwalt engagieren.“

Foto: Manfred Fesl
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