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23.08.2017 - 08:49
Foto: Chris Koller

Schlagabtausch im Kampf um den Linzer Thron

15.09.2009, 10:48
Beim Forum der "'Krone" zur Linzer Gemeinderatswahl haben sich die Spitzenkandidaten von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen am Montagabend einen teilweise heißen Schlagabtausch geliefert. Wenn das ein Vorgeschmack auf die letzten zwölf Wahlkampftage war, wird das Klima im Herbst noch eisig.

Eher zahm war es letzte Woche beim "Krone"- Forum zur Landtagswahl zugegangen. Auf persönliche Attacken wurde da fast verzichtet. Nicht so am Montag bei der von "OÖ- Krone"- Politikchef Werner Pöchinger moderierten Diskussion mit dem Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ, rechts im Bild), Erich Watzl (ÖVP, links), Eva Schobesberger (Grüne, 2.v.r.) und Detlef Wimmer (FPÖ, 2.v.l.).

Beim Thema Sicherheit gingen Wogen hoch

Vor allem der ÖVP- Vizebürgermeister nützte im vor Publikum überquellenden Saal im Linzer "Krone"- Haus jede Gelegenheit, am Thron von Stadtchef Dobusch zu rütteln. Er warf ihm gleich in der ersten Diskussionsrunde vor, die absolute Mehrheit auzunutzen. Vor allem zum Thema Sicherheit und Stadtwache gingen die Wogen hoch.

"Linz ist sehr sicher"

Die Frage "Ist Linz sicher?" brannte auch dem Publikum unter den Nägeln. Wobei die grüne Eva Schobesberger, die sich vor allem mit FPÖ- Kandidat Detlef Wimmer matchte, nur wenig Punkte sammeln konnte, als sie meinte: "Linz ist sehr sicher." Was auch der Ober- Linzer Dobusch - gestützt auf eine Aussage von ÖVP- Innenministerin Maria Fekter - nicht müde wurde, zu betonen - und dennoch mehr Polizisten für Linz forderte. "Das ist die bessere Alternative zu einer Stadtwache", so Dobusch. Für Watzl und Wimmer ist diese wiederum unbedingt erforderlich.

Wimmer spielt Ausländer- Karte aus

Seltene Einigkeit herrschte nur beim Thema Jugendarbeitslosigkeit. "Unsere Aufgabe ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Jugendlichen etwas lernen. Unser Ziel ist, dass jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz hat", erklärte etwa Dobusch. Während Watzl den "teilweise ineffizienten Einsatz von Steuergeldern beim AMS" kritisierte - und Wimmer einmal mehr die Ausländer- Karte spielte, davor warnte, dass Arbeitsplätze durch Billigarbeiter verloren gehen könnten.

"Fremdenrecht keine kommunale Angelegenheit"

Über Wimmers Argumente echauffierte sich vor allem die grüne Spitzenkandidatin: "Weiß Herr Wimmer denn nicht, dass Asyl- und Fremdenrecht gar keine kommunalen Angelegenheiten sind?" 2015 steht Linz besser da, sind aber alle vier überzeugt. Vor allem, wenn die zweite Schienenachse - das wichtigste Projekt laut Dobusch - auch auf Schiene ist.

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