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22.08.2017 - 22:57
Foto: Markus Schütz

"Schatzgräber" gehen vermutlich leer aus

26.01.2010, 01:00
Ehrlichkeit währt am längsten – allerdings unbelohnt. Jener 25-jähriger Arbeiter, der im Linzer Müll 38.000 Euro entdeckt hatte, wird vermutlich keinen Finderlohn bekommen, müsste die 1.900 Euro einklagen. Das Geld gehört nach Abschluss der Polizei-Ermittlungen einer Linzerin (85), die den Schatz vergessen hatte.

Die Linzer Polizei hat den "Fall" inzwischen ans Fundamt abgegeben. Die Beamten haben den Weg des Geldes von der Abfallbehandlungsanlage der Linz AG in der Gaisbergerstraße zurück zur Wohnung der 85- Jährigen in Linz- Urfahr verfolgen können.

Die geistig verwirrte Frau hat feinsäuberlich aufgeräumt und es gab Zeugen, wie sie Müllsäcke entsorgt – und dabei den Schatz mit einer Menge Dokumente weggeworfen hatte.

Sachwalter sind Hände gebunden

Jetzt wird die Linzerin besachwaltert und dass Mathias Winter (25), der den Müll- Schatz entdeckt hatte, ohne Klage Finderlohn erhält, ist zweifelhaft: Der Sachwalter muss im Sinne der Mandantin handeln und kann nicht einfach 1.900 Euro "herschenken".

Außerdem ist unklar, ob dem Arbeiter Finderlohn zusteht, weil er das Geld bei seiner Tätigkeit entdeckt hat. Und ob es juristisch gesehen nicht eine "vergessene Sache" ist – dann würden der Finder nur noch 950 Euro erhalten.

von Markus Schütz, "OÖ- Krone"

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