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25.09.2017 - 23:54
Foto: Horst Einöder

Riesenglück bei Bomben- Fahrt durch Linz!

16.02.2008, 09:56
Die Zünder waren scharf - und fast wäre jene 250-Kilo-Fliegerbombe, die mitten im Stoßverkehr quer durch Linz chauffiert wurde, in Pucking wieder unter der Erde verschwunden und zur Zeitbombe geworden. Florian Weber (28) aus Eberschwang entdeckte den brandgefährlichen Blindgänger noch rechtzeitig, den ihm sein Kollege vor die Raupe gekippt hatte.

Mindestens 63 Jahre war die Fliegerbombe am Voest- Gelände in etwa 1,8 Meter Tiefe im Schotter gelegen - darüber Asphalt und eine Halle. Obwohl das Areal genau nach Blindgängern abgesucht worden war, ging sie dem Spürtrupp durch die Lappen. Und landete - wie berichtet - unbemerkt in der Schaufel des 25- Tonnen- Baggers. Dieser kippte die zwei Kubikmeter Schotter samt darin versteckter Höllenladung auf den Lkw von Ersan Önel aus Taiskirchen. Der brachte die „rollende Bombe“ etwa 20 Kilometer von der Voest durch den Bindermichltunnel über die A 7 bis zur Abfahrt Traun und dann nach Pucking, wo seine Kollegen die Umfahrung Hasenufer bauen. Ein Unfall hätte die Zünder auslösen können.

Kriegsrelikt kullerte über eine Böschung

Zum Glück passierte auch nichts, als die Fuhre samt Bombe abgekippt wurde. Erst als Florian Weber aus Eberschwang mit seiner Raupe den Schotter planieren wollte, kullerte „ein großer Gegenstand“ über die etwa zwei Meter hohe Böschung. Ich hab nachgesehen und dann den Polier angerufen, erzählt der Raupenfahrer (siehe Interview "Von der Fliegerbombe zum Ehe- Vorbereitungskurs" in der Infobox ).

„Ich hab sofort gesagt, dass sie alles abstellen und weit weg gehen sollen“, so Polier Josef Stadler. Die alarmierte Polizei errichtete einen 400- Meter- Sperrkreis. Experten des Entminungdienstes, die es jährlich bundesweit mit etwa 30 Fliegerbomben zu tun haben, bannten die Gefahr - es waren keine hinterhältigen Langzeit- , „nur“ zwei Standard- Aufschlagzünder.

Wie vor fast vier Jahren, als durch die Erschütterungen eines Bodenrüttlers beim Fernheizkraftwerk Linz ein Kriegsrelikt zündete, drei Verletzte forderte!

Foto: Horst Einöder

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