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26.09.2017 - 15:57
Foto: Daniel Scharinger

Rabiater Jungbauer verletzt Polizist in OÖ mit Mistgabel

04.02.2013, 17:02
Mistgabeln fallen zwar nicht unters Waffengesetz, doch der unsachgemäße Gebrauch kann gefährlich werden. So warf ein rabiater 44-Jähriger am Samstagnachmittag in Oberösterreich Heugabeln und noch so einige andere Gerätschaften nach zwei Polizisten. Bei der Attacke wurde einer der Beamten an der Hand und am Knie verletzt. Also rückte die Cobra an und nahm den Mann fest.

"Bitte kommt's, unser Bub dreht durch!" - Der Vater des 44- jährigen Innviertlers hatte die Polizisten aus Neukirchen an der Enknach zu Hilfe gerufen, nachdem der Sohn bei einem Streit auf die 72- jährige Mutter eingeschlagen hatte. Und alleine traute sich der Vater nicht, den aggressiven 44- Jährigen zu bändigen. Die Beamten kannten die Örtlichkeiten schon gut - es war nicht das erste Mal, dass sie ausrücken mussten, um den psychisch labilen 44- Jährigen, der bei den Eltern lebt, zu beruhigen.

Doch am Samstag geriet die Situation völlig außer Kontrolle. "Er hat sich im Stadl eingesperrt", erklärten die Eltern - die Mutter war trotz der Schläge unverletzt geblieben - den Beamten. Und die wollten eigentlich nur mit dem 44- Jährigen reden, ihn beruhigen und zum Rauskommen überreden.

Beamte mit Lampenschirm und Mistgabeln beworfen

Doch der Jungbauer traute den Uniformierten nicht und schrie ihnen aus dem Obergeschoß des Stalls zu, dass sie verschwinden sollten und er sowieso nicht mit ihnen reden werde. Zur Untermauerung seiner Aussage ließ der Mann dann Taten folgen: Der Jungbauer bewarf die Polizisten mit allem, was eben in einem alten Stadl herumliegt und für den 44- Jährigen greifbar war, darunter mehrere Holzlatten, ein Lampenschirm, eine Viehwaage und zwei Mistgabeln.

Die erste verfehlte ihr Ziel, die zweite traf - doch der Beamte hatte Glück, er kam mit leichten Schrammen an Knie und Hand davon. Die Polizisten wollten ab da aber nichts mehr riskieren und alarmierten die Kollegen der Cobra, die aus Salzburg anrückten.

Die Profis stürmten den Stadl und holten den 44- Jährigen, der sich heftig wehrte, heraus. Er wird jetzt von Psychologen im Krankenhaus betreut, muss auch mit einer Anzeige rechnen.

04.02.2013, 17:02
Markus Schütz, Kronen Zeitung/red
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