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16.08.2017 - 17:41
Foto: Klemens Groh

Qualität zählt - heimische Spitäler ausgezeichnet

24.02.2010, 11:49
Zwei oberösterreichische Spitäler haben Erfolge in internationalen Qualitäts-Vergleichen erzielt. Die Spezialabteilung des Klinikum Wels-Grieskirchen hat sich im Vergleich mit weltweit insgesamt rund 800 neonatologischen Intensivstationen ausgezeichnet. Und das Krankenhaus der Elisabethinen in Linz hat von der Berliner "Stiftung Pflege" als erstes heimisches Spital das Zertifikat "Angehörigenfreundliche Intensivstation" verliehen bekommen.

Besuche von Angehörigen seien vor allem für Patienten auf der Intensivstation wichtig. Das gehe aus vielen Studien hervor, sagte Stefan Juchems vom Institut für Pflegewissenschaften an der Universität Witten- Herdecke in Berlin.

Durch die Abschaffung fixer Besuchszeiten, der Einführung von Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige und deren psychologische Betreuung sei das Linzer Spital in Österreich das einzige, das diese theoretische Erkenntnis auch in die Praxis umsetze, so Juchems.

Überlebenschance verbessert

Das Klinikum Wels- Grieskirchen hat sich so wie andere österreichische Spitäler auch an der Vermont Oxford Studie beteiligt, bei der weltweit über 800 Neonatologie- Abteilungen mitmachen. Auf diese Weise werden jährlich rund 50.000 vor der 37. Schwangerschaftswoche geborene Kinder beobachtet.

Alle Spitäler schicken anonymisierte Daten ein, daraus wird ein Durchschnitt errechnet, der danach mitgeteilt wird. Auf ein Ranking wird bewusst verzichtet, aber jedes Spital kann daraus regelmäßig ablesen, wie es im internationalen Qualitäts- Vergleich liegt und daraufhin Prozesse zur Verbesserung einleiten. Das oberösterreichische Krankenhaus darf sich über Werte weit über dem Durchschnitt freuen.

Zehn Prozent über Durchschnitt

In der erst 2005 neu eröffnete Spezialabteilung im Klinikum Wels- Grieskirchen liegt die Überlebensrate von Frühchen bei 95 Prozent, international "nur" bei 85 Prozent.

Auch was die Verweildauer im Krankenhaus und die spätere Entwicklung der Kinder betreffe, hat sich Wels jeweils überdurchschnittlich platzieren können.

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