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25.09.2017 - 06:32
Marianne Zahrer betreibt ein Taxiunternehmen mit Patientenbeförderung in Andorf.
Foto: unbekannt

Patienten verlassen sich auf Taxi

14.03.2017, 23:30

Eine Zerschlagung des Rettungsdienstes fürchtet das Rote Kreuz wegen der anstehenden Reform des Vergaberechts. Tatsächlich werden zahlreiche Patiententransporte ob der Enns schon jetzt von mehr als 500 privaten Taxi- Firmen übernommen. In Andorf etwa verlassen sich viele Kranke auf Taxis von Marianne Zahrer.

Die Patientenbeförderung macht bei Ihnen einen großen Teil der Einnahmen aus.

Etwa 40 Prozent. Wir bieten diesen Service, der über die Krankenkasse abgerechnet wird, schon seit den 90er- Jahren an. Bei uns gibt es vier Fahrzeuge ausschließlich für diese Transporte  sie haben einen leichteren Einstieg und Platz für Rollstuhl oder Rollator.

Wer hat überhaupt Anspruch auf den Transport mit so einem Taxi?

Den größten Teil machen jene Patienten aus, die regelmäßig zur Chemotherapie oder Dialyse ins Spital müssen. Auch gehunfähige Kranke haben Anspruch.

Wie weit fahren Sie mit einem Patienten im Schnitt?

Meist von Andorf zu den Krankenhäusern von Ried oder Schärding, aber einige Therapien gibt es nur in Spitälern in Passau oder Linz.

Laut Taxi- Fachgruppe der Wirtschaftskammer OÖ gibt es im Land mehr als 500 ähnliche Anbieter. Wer entscheidet zu Beginn, ob ein Taxiunternehmen solche Krankentransporte machen darf?

Die Krankenkasse. Das geschieht je nach Versorgung des Einsatzgebiets.

Viele Kranke verlassen sich schon auf Ihre Dienste.

Ja, wir bauen ein Vertrauensverhältnis zu den Leuten auf, das ist uns ganz wichtig. Wenn ein Patient jeden zweiten Tag zur Dialyse mit demselben Fahrer fährt, dann ist der auch oft ein Seelentröster und kennt den Kunden gut. Außerdem begleitet der Taxler den Patienten dann im Krankenhaus bis zur Station und geht erst, wenn er den Kranken einer Schwester übergeben hat.

Das klingt nach einem Job, in den man auch viel Herz hineinstecken muss.

Sicher. Das kann natürlich auch belastend sein, denn die Schicksale der Patienten gehen einem dann schon auch nahe.

Interview: Jasmin Gaderer

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