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24.09.2017 - 17:59

Opa hat Todesangst um Enkerln

10.03.2009, 08:31
Freitag eingesperrt, Sonntag freigelassen: Nur zwei Tage Haft für den 35-jährigen Amokläufer, der eine sechsköpfige Familie mit zwei kleinen Kindern ausrotten wollte! "Wenn meine Enkerln sterben, werde ich den Richter zur Verantwortung ziehen", ist der 58-jährige Opa entsetzt, wie leichtfertig uns unsere Justiz in Gefahr bringt.

Schörflinger Polizisten hatten den Seewalchener Messerstecher wegen Mordversuchs festgenommen (die Story zum Nachlesen findest du in der Infobox): U- Haft bis zum Prozess obligatorisch. Doch der Welser Journalrichter gestand dem Seewalchener Messerhelden lediglich versuchte absichtliche Körperverletzung zu: Anzeige auf freiem Fuß.

Opa berichtet von Morddrohungen

"Wir wären jetzt alle tot, wenn uns mein Sohn nicht so schnell mit dem Pfefferspray zu Hilfe gekommen wäre", lässt Franz G. keine Zweifel daran, dass sein verlassener und verzweifelter Ex- Schwiegersohn die ganze Familie mit in den Tod nehmen wollte: "Er hat schon vor drei Wochen gedroht, meiner Tochter die Kehle durchzuschneiden. Dann dieser Riesenschock, dieses Riesenmesser  Mit diesem Hass in den Augen, mit einem irren Blick wollte er zu meiner Tochter und meinen Enkerln - ich bin ihm nur im Weg gstanden."

Familie lebt in Angst

Der Opa ist bewaffnet, hat die zertretene Tür mit einem zusätzlichen Riegel gesichert, hat aber trotzdem Angst: "Meine Tochter traut sich nicht mehr aus dem Haus, weil ihr Ex mit seinem Werdegang, seiner Arbeitslosigkeit, seiner Alkoholabhängigkeit und seinen Gewalttätigkeiten befürchten lässt, dass noch was nachkommt."

Staatsanwalt verlangt Gutachten

Deshalb bat die Familie die Polizei, angerufen und vorgewarnt zu werden, sobald der Häftling entlassen wird: "Aber er hat selbst angerufen, um die Schlüssel zum gemeinsam gebauten Haus zu verlangen", ärgert sich Franz G., dass der Amokläufer kein Wort des Bedauerns oder der Entschuldigung fand, sondern nur den Richter zitierte, der ihm Recht gegeben, geholfen hätte. Verwundert verlangt nun der Leitende Welser Staatsanwalt Dr. Johann Haas ein Gutachten, um die Unrechtslage verifizieren zu können.

von Richard Schmitt, "OÖ- Krone"
Symbolbild

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