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25.09.2017 - 13:29
Foto: APA/rubra

ÖVP und Grüne feiern Wahlkampf- Finale in Linz

25.09.2009, 11:23
ÖVP und Grüne haben am Donnerstagabend ihre Wahlkampf-Abschlussveranstaltungen in Linz abgehalten. Schwarz setzte auf "Sepp, Pepi, Pröll" und die "Seer", Grün setzt auf Öko-Jobs und Integration und warnte vor Schwarz-Blau.

Sepp, Pepi und Pröll haben zum Wahlkampfabschluss der ÖVP Oberösterreich am Donnerstagabend die Linzer Innenstadt gestürmt. Landeshauptmann und ÖVP- Spitzenkandidat Josef Pühringer legte den Schwerpunkt seiner Rede am Hauptplatz auf Arbeitsplätze, Sicherheit, Ausländer und Bauern. Unterstützt wurde er dabei von Erwin und Josef Pröll, die die Funktionäre motivierten, bis Sonntag zu laufen "bis die Schuhsohlen glühen".

Das Dreier- Verhältnis zwischen Landeshauptmann Erwin Pröll, den Neffen Josef Pröll und Landeshauptmann Pühringer erklärte Onkel Pröll so: "Ich sage Sepp zu ihm (Pühringer), Pepi sage ich zum Vizekanzler. Sie sagen zu mir Pröll."

15.000 wollten Pühringer sehen

Pühringer setzte bei seiner Rede vor laut Polizeischätzungen bis zu 15.000 Zuschauern auf die Themen Sicherheit, Ausländer, Wirtschaft und Bauern. Er versprach zudem den Senioren "ein Altern in Würde". Die Vorarlberger Wahl am vergangenen Sonntag, bei der die ÖVP die Absolute halten konnte, bezeichnete Pühringer als "Zeichen der Ermutigung". Sie sei aber auch "eine gewisse Warnung", denn die in dieser Höhe unerwarteten Zugewinne der FPÖ würden in Oberösterreich Rot- Blau möglich machen, warnte er neuerlich vor dieser Konstellation.

Pühringer will kein Hetzer sein

Pühringer demonstrierte auch Volksnähe. Er sei nicht nur im Wahlkampf herumgefahren, sondern sechs Jahre bei den Menschen gewesen und sich deren Sorgen angehört. Er sei kein Hetzer, aber das Thema Sicherheit und Ausländer sei gegeben und hier Probleme anzusprechen und sie lösen zu wollen, sei "nicht unanständig". Für die Bauern forderte er auch in Richtung EU eine Existenzchance.

"Seer" füllen Hauptplatz

Der Linzer Hauptplatz war am Höhepunkt der Veranstaltung, die mit einem "Seer"- Konzert endete, ganz voll. Gekommen waren auch die Oberösterreicherin Innenminister Maria Fekter sowie Pühringers Vorgänger Josef Ratzenböck, der zur Begrüßung seine Krücken hochhielt. "Im Einsatz im Wahlkampf hat's ihn g'schleudert", erklärte dazu Pühringer.

Grün warnt vor Schwarz- Blau

Nur mit Grün kann verhindert werden, dass Strache vom Bierzelt an den Verhandlungstisch kommt!" Mit dieser eindringlichen Warnung vor Schwarz- Blau schwor Spitzenkandidat Landesrat Rudi Anschober am Donnerstagabend beim Endspurt- Fest der Grünen seine Anhänger darauf ein, in den letzten Stunden vor der Wahl am Sonntag noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Denn: "Es wird unheimlich knapp."

Hunderte vor dem Lentos

Die Stimmung vor dem Linzer Kunstmuseum Lentos war gut: 700 bis 800 Leute hatten sich laut Veranstalter eingefunden, um den Wahlkampf- Endspurt zu starten und vor der Kulisse eines grün beleuchteten Ars Electronica Centers zu feiern. Andi Gabauer mit seiner Band Scoop sorgte für Stimmung, dann gab es Musik aus den eigenen Reihen: Nationalratsabgeordneter Peter Pilz spielte mit seiner Formation "The Untouchabels" auf.

Tosender Applaus für Rudi Anschober

Ein paar Dutzend Stimmen könnten darüber entscheiden, ob die Grünen wieder den Sprung in die Regierung schaffen, so Anschober dann in seiner Rede, die immer wieder von Jubelchören und tosendem Applaus unterbrochen wurde. Falls es gelinge, sei er optimistisch, dass sich die Grünen in den Regierungsverhandlungen durchsetzen würden und es weiter einen "starken grünen Kurs" für das Land geben werde - für Integration, für Öko- Jobs, für den öffentlichen Verkehr und gegen soziale Ausgrenzung, fasste er das Wahlprogramm rasch noch einmal zusammen.

Unterstützung von Van der Bellen und Rauch

Schützenhilfe bekam Anschober vom früheren Bundessprecher Alexander van der Bellen und - allerdings nur per Brief - von einer wegen einer Grippe ans Bett gefesselten Parteichefin Eva Glawischnig. Tosenden Applaus gab es für den Spitzenkandidaten der Vorarlberger Grünen, Johannes Rauch, der bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag im "Ländle" die SPÖ überholt hatte.

Auch Rauch appellierte an die Oberösterreicher, im Endspurt noch einmal alles zu geben, denn Grün sei der Garant dafür, dass die Tür nach rechts geschlossen bleibe und die FPÖ nicht mitbestimme, wie es in Vorarlberg zuletzt gewesen sei.

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