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22.08.2017 - 18:54
In diesem schmucken Einfamilienhaus wurde der neunjährige Paul getötet.
Foto: FOTOKERSCHI.AT/KERSCHBAUMMAYR

Nach Mord an Paul liegt Mutter in Nervenklinik

21.02.2017, 05:00

Nach dem Mord am 9- jährigen Paul sitzt der Schock weiterhin tief! Die Ermittlungen hat jetzt die Welser Staatsanwaltschaft übernommen, die Elisabeth D. (38) von Salzburg in die Linzer Nervenklinik überstellen ließ, wo auch die U- Haft über sie verhängt wurde. Bekanntlich soll die Lehrerin ihr einziges Kind getötet haben. Ob sie schuldig ist oder nicht, sollen Gutachter klären.

Von einem Burn- out wussten Bekannte der alleinerziehenden Mutter  und auch im Gymnasium Ort in Gmunden fehlte die Zeichen- und Werk- Lehrerin  immer wieder. Nach aktuellen Erhebungen ist eine psychische Krankheit, vermutlich Schizophrenie, die von schweren Depressionen begleitet wird, der Grund für die Tat. Womöglich gab es  einen Schub, in dem die Welt für die 38- Jährige so unerträglich wurde, dass sie lieber sterben, aber ihren Sohn nicht zurücklassen wollte.

Unzurechnungsfähig?
Inwieweit der Zeitpunkt am Samstag für die Tatausführung geplant war, müssen weitere Einvernahmen klären. Elisabeth D. hatte am Samstag, wie ausführlich berichtet, ihrem schlafenden Sohn Paul die Pulsadern am rechten Arm aufgeschnitten eine Verletzung, die rasch zum Tod führte. Doch schlug der Plan, sich durch aufgeschnittene Pulsadern selbst zu töten, fehl. Pauls Oma fand zu Mittag im Bad die blutende, aber noch lebende Elisabeth D., im Kinderzimmer den  toten Paul.
Die Ermittlungen laufen wegen Mordverdacht, allerdings könnte ein Gutachter zum Schluss kommen, dass Elisabeth D. (für sie gilt die Unschuldsvermutung) zum Zeitpunkt der Tat unzurechnungsfähig war. Dann würde es keine Gerichtsanklage geben, die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher wäre die Alternative  die Unterbringung dauert dann so lange, bis die Frau als geheilt gilt.
"Ein psychiatrisches Gutachten wird in Fällen wie diesen automatisch angefordert", bestätigt Birgit Ahamer von der Welser Staatsanwaltschaft, die den Fall von der Polizei übernommen hat, die Vorgangsweise.

Paul litt unter Umzug

ins Haus des toten OnkelNatürlich suchen auch Bekannte nach dem Motiv. Schicksalsschläge beutelten die Familie. Paul hatte erzählt, dass er und seine Mutter sich im neuen Haus nicht so wohl gefühlt haben. Das hatten sie  vom verstorbenen Onkel seiner Mama, der für Paul wie ein Ersatzvater gewesen war, geerbt und vor drei Monaten bezogen.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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