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16.08.2017 - 17:39
Foto: Chris Koller

Nach 7,5- Meter- Sturz suchen Ermittler Attentäter

07.01.2008, 01:00
„Weil es verrückte Artgenossen gibt, müssen wir das Schlimmste annehmen“, kann ein Linzer LKA-Mordermittler nicht ausschließen, dass ein Welser HBLA-Absolvent (20) von zwei Attentätern 7,5 Meter tief von einer Brücke gestoßen worden ist: Der schwer Verletzte hat Erinnerungslücken, kann den Fahndern nicht helfen.
Wie berichtet, klingt alles so unglaublich unfassbar, dass die Polizei den angezeigten „Mordversuch“ für einen verheimlichten „Selbstmordversuch“ hielt, für das „strafbare Vortäuschen einer strafbaren Handlung“: Der vife Bursch, der weder Feinde noch Probleme hat, hatte am späten Abend des Neujahrstages eine Freundin aus seiner Clique gebeten, ihn zu der wenig benützten „Geisterbrücke“ bei Altmünster zu chauffieren. Er wollte dort angeblich ein anderes Mädchen treffen, von dem er jedoch weder Name noch Handy-Nummer kenne. Er ging mit einem Brief in der Hand zu seinem ominösen Date - und wurde kurz darauf von Passanten siebeneinhalb Meter unter der Brücke bewusstlos auf der Straße gefunden. Als schon alarmierten Rettungsleute eintrafen, wurde der Verletzte noch von einem zu spät gebremsten Auto leicht angefahren.

Mit gebrochenen Wirbeln, Ellbogen und einer Fersenbeinfraktur erwachte der Patient im Spital und erzählte seinen Besuchern, dass ihn zwei Männer auf der Brücke überfallen, gepackt und nach kurzer Gegenwehr über das Geländer in die Tiefe gestoßen hätten. Die Polizei fand aber am Tatort im Raureif nur die Spuren des „Opfers“ und keine von „Tätern“.

Dafür kann der UKH- Patient den Ermittlern keine Erklärung geben. Er kann auch kein Motiv und keine Beschreibung der „Attentäter“ nennen. Seine Erinnerungslücken nach dem Schock seien medizinisch verständlich, sagen Kriminalisten und suchen Augenzeugen: Tel.: 0 59 133/3333.

Foto: Chris Koller
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