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20.08.2017 - 15:50
Mildes Urteil: Nur vier Wochen bedingte Haft für eine Mutter, ihr Kind zwei Stunden leiden ließ
Foto: AP

Mutter ließ verbrühtes Kind zwei Stunden leiden

11.05.2017, 00:13

"Das kann passieren. Jeder kann einen Schock haben." Emotionslos verantwortete sich eine Mutter (34) in Vöcklabruck vor Gericht. Ihr zweijähriger Sohn hatte sich mit heißem Wasser verbrüht - und sie fand es nicht der Mühe wert, die Rettung zu verständigen. Mehr als zwei Stunden lang musste der Kleine leiden.

Der Mutter wird nur unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Sie hatte den kleinen Milan nach dem Unfall nur in ein Spielhaus gelegt und ihrem Lebensgefährten eine SMS geschickt: "Milan fertig." Als der Mann - er ist nicht der Vater des Buben - nach Hause kam, bot sich ihm ein schreckliches Bild.

"Der Bub schaute katastrophal aus"

"Der Bub schaute katastrophal aus. War am ganzen Körper braun und rot."
Seit Jänner wird Milan in einer Münchner Spezialklinik behandelt. 70 Prozent der Haut des Kindes sind verbrannt. Es wird ein Leben lang Schmerzen haben, zahlreiche Operationen liegen hinter, aber auch vor ihm.

Kind kommt nicht zu Mutter zurück

In Zukunft wird Milan bei einer Pflegefamilie unterkommen, die auch seine beiden Schwestern betreut. Wer im Saal des Bezirksgerichtes eine zutiefst erschütterte Mutter erwartet hatte, hat sich getäuscht. Dass sie zweieinhalb Stunden unter Schock gestanden hat, will ihr niemand so recht glauben.

"Schwer nachvollziehbar"

"Es ist schwer nachzuvollziehen, dass Sie nicht irgendwo hingelaufen sind oder um Hilfe gerufen haben. Ein Kind ist bei Ihnen nicht gut aufgehoben", befindet Richterin Jutta Dorfner- Zohner. Das Urteil: vier Wochen bedingt, nicht rechtskräftig.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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