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24.08.2017 - 00:33
Ablenkung im Straßenverkehr - Verkehrspsychologe Josef Martl hat einige Gefahren zusammengeschrieben
Foto: Markus Schütz

Musik- Unfallopfer liegt auf der Intensivstation

02.02.2017, 22:30

Ein Drittel des Weges sind die Oberösterreicher im Blindflug unterwegs, wenn sie neben dem Auto- , Motor- oder Fahrradfahren essen, trinken, laut Musik hören oder telefonieren. Mit oder ohne Freisprecheinrichtung. Bei den Fußgehern ist es ähnlich und ein Braunauer (20) liegt wegen der Kopfhöhrer nun auf der Intensivstation.

Trotz mehrmaliger Hupsignale des Zuges hatte in Helpfau- Uttendorf  Michael S. (20) aus Braunau den Triebwagen igoriert und war auf die Gleise getreten. Der Zug erfasste, wie berichtet, den jungen Innviertler und schleuderte ihn zur Seite. Er war zwar an der Unfallstelle ansprechbar, muss jetzt aber in der Uniklinik in Salzburg auf der Intensivstation behandelt werden.
Doch der "Knopf im Ohr" ist nur eine von vielen Ablenkungen, die im Straßenverkehr üblich geworden sind. "Das Problem ist, dass man sich so ablenken lässt, dass die Gefahrenreize zu spät oder gar nicht durchdringen", sagt Verkehrspsychologe Josef Martl im untenstehenden Interview. Eine ÖAMTC- Untersuchung ergab, dass es 76 Prozent der Versuchspersonen nicht schafften, vor einem unvermittelt auftauchenden Hindernis ihr Fahrzeug zu stoppen, wenn sie  was das Gesetz erlaubt  eine Adresse im Navi eingeben.
Mit der Aussage "Ich bin multitaskingfähig" räumt Othmar Thann vom Kuratorium für Verkehrssicherheit auf: "90 Prozent der Infos aus der Umwelt nehmen wir übers Auge auf, durch Ablenkung überfordern wir unser Gehirn und wir sehen viele Dinge nicht mehr."
Dabei ist  laut Unfallstatistik  Musikhören für Fußgeher und Radler die größte Gefahr, beim Autolenken das Telefonieren und beim Mofafahren das Nachrichten- Schreiben am Handy!


"Falsche Isolation von der Umwelt"

Die laute Musik im Ohr nutzen  viele Oberösterreicher, um abzuschalten. Oft zu sehr, wie Verkehrspsychologe Josef Martl erklärt.

Ablenkung ist laut Verkehrsreferat des Landes OÖ bei uns die Unfallursache Nummer eins. Nun lief ein junger Mann blind gegen einen Zug, weil er laut Musik hörte.
Die Sinneseindrücke sind in den vergangenen Jahren gerade durch technische Geräte immer mehr geworden. Viele wollen sich etwa durch Musikhören von der Umwelt isolieren. Das sollte man aber nicht allzu perfekt machen.
Damit noch andere Informationen durchdringen.
Die Kunst ist, soweit aufnahmebereit zu bleiben. Denn von Natur aus reagieren wir ja auf unvorhergesehene Reize sehr schnell. Das Problem ist, das Herausfiltern der wichtigen Reize.
Lassen Sie sich eigentlich auch ablenken?
Beim Autofahrern ertappe ich mich oft, dass ich duch das intensive Hören von Musikstücken unkonzentriert bin.

Markus Schütz, OÖ Krone

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