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19.09.2017 - 18:42
Trügerisch: Blauer Himmel überm ESV-Platz. Stadtchef Rabl will sich raushalten.
Foto: Fotomontage/Fotos: Erhardt, Markus Wenzel

Morddrohungen! Doch nur Polizei tut etwas

Große Aufregung herrscht - wie berichtet - nach einer Absage in der 7. Liga wegen Morddrohungen! Fußball- Österreich schüttelt über den Eklat zwischen ESV Wels und seinem Fußball- Zweigverein den Kopf. Ein Streit, der Stadtpolitik und OÖFV schon vor der jüngsten Eskalation beschäftigt hat - dem aber nun alle eher ratlos gegenüberstehen. Während die Polizei aufgrund einer Anzeige zumindest ermitteln kann.

"Renommee ist es sicher keines, aber ehe wir reagieren können, müssen wir die Sache genau prüfen", sagt OÖFV- Boss Gerhard Götschhofer, nachdem ESV Wels Sonntag zum Spiel der 1. Klasse Mittewest bei Hohenzell nicht angetreten war - wir berichteten . Laut ESV- Obmann- Stv. Rinner darum: "Einige Spieler wurden mit Mord bedroht, sollten sie spielen!" Hintergrund scheint ein jahrelanger Streit zwischen dem Hauptverein und dessen Fußball- Sektion, die seit 2004 eigenständig ist.

Donnerstag ist die Causa Thema beim Strafausschuss, wird aber nur entschieden, wie das abgesagte Spiel gewertet wird. "Ob der Verein etwa sogar aus der Meisterschaft genommen wird, ist Sache des Vorstands. Der kann sich damit aber erst befassen, wenn drei Mal nicht gespielt wurde", klärt OÖFV- Direktor Koch auf.

Stadt strich Förderungen

Bürgermeister Rabl sagt, er wolle sich in den Konflikt nicht mehr einmischen, mahnt aber zur Mäßigung: "Sowohl bei den Worten als auch bei den Taten. Auf solch eine Ebene darf man sich nicht begeben." Wegen des langwierigen Streits und weil beide uneinsichtig sind, hat die Stadt Wels aber reagiert: Von der Sportförderung wurden sowohl Hauptverein als auch Fußballer ausgeschlossen. "Mehr können wir auch nicht machen", sagt Rabl.

Stefan Fröhlich, Kronen Zeitung

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