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23.08.2017 - 02:59
Petras Mutter wollte mit Plakaten den Mörder ihrer Tochter finden.

Mörder von zwei Frauen sind noch auf der Flucht!

16.11.2015, 08:57
Traurige Erinnerungstage für die Angehörigen zweier Mordopfer: Morgen, Dienstag, vor 19 Jahren war in Linz die 28-jährige Petra Rothmayer in der Traun ertränkt worden, heute vor 29 Jahren lief in Vöcklabruck die Fahndung nach der 17-jährigen Martina Posch – da war sie bereits tot. Ihre Mörder sind noch immer frei.

Viele Ungereimtheiten und eine unkooperative Richterin, die Anträge der Ermittler immer wieder ablehnte, sind schuld daran, dass der Mörder der Krankenpflegerin Petra Rothmayer nach 19 Jahren noch immer nicht gefasst ist. Die 28- Jährige war nach einem Streit mit ihrem drogensüchtigen und gewalttätigen Freund am 17. November 1996 verschwunden.
22 Tage später wurde ihre Leiche, die Kopfverletzungen und Schnittwunden aufwies, in der Traun gefunden. Ihr zunächst hauptverdächtiger Freund kam nach zwei Tagen Untersuchungshaft wieder frei, weil ihm Freunde falsche Alibis gegeben hatten: Sie hätten Petra bis zu neun Tage nach ihrem Verschwinden noch gesehen.

"Fall Rothmayer" bleibt ungelöst

Das steht zwar im Gegensatz zu den kriminalistischen Ermittlungen, zu einer neuerlichen Verhaftung reichte es aber dennoch nie. Sechs Jahre nach dem Verbrechen startete die verzweifelte Mutter des Mordopfers eine Plakataktion - doch es kamen auch damit keine neuen Erkenntnisse zustande. Der "Fall Petra Rothmayer" bleibt ungelöst. Ebenso der "Fall Martina Posch", der bereits 29 Jahre zurückliegt: Am Morgen des 12. November 1986 war die hübsche 17- Jährige am Weg vom Elternhaus zum Bus, mit dem sie zur Arbeit nach Vöcklabruck fahren wollte, verschwunden. Suchaktionen blieben erfolglos, bis Taucher dann am 22. November am Mondsee- Ufer die in Plastikplanen verschnürte Leiche des Lehrmädchens fanden.

Ermittler schöpfen Hoffung

Zahlreiche Verdächtige wurden verhört - aber keinem von ihnen konnte der Mord angelastet werden. Nach den "Cold Case"- Erfolgen um den Mord an einer Linzer Kellnerin nach 20 Jahren und einer Pensionistin in Steyr nach 25 Jahren schöpften Mordermittler Hoffnung, als vor zwei Jahren auf den sichergestellten Fingernägeln von Posch eine Täter- DNA gefunden wurde. Sie führte allerdings nicht zum  Mörder des Mädchens.

16.11.2015, 08:57
Johann Haginger, Kronen Zeitung
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