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16.08.2017 - 23:38
Masernkranke haben typische Flecken, Säuglinge und Erwachsene tragen das größte Komplikationsrisiko.
Foto: Krone

Masern- Impflücke klafft bei 20- bis 45- Jährigen

28.02.2015, 06:00
Überstehen Kinder das Säuglingsalter ohne Masern sind es nur noch zwei Spritzen, um einen lebenslangen Schutz vor der jetzt zurückkehrenden gefährlichen Krankheit zu bekommen. Doch die zweite Injektion vergessen viele Eltern, die selbst der größten „Impflücke“ in OÖ angehören, und lassen ihre Kinder ungeschützt.

82 Prozent der Eltern lassen in Oberösterreich ihre Kinder, wenn sie ein Jahr alt werden, gegen Masern impfen – zumindest die erste Injektion. Die zweite Spritze etwa ein Monat später bekommen aber nur noch 75 Prozent der Kleinkinder. "Warum so viele Eltern auf die zweite, aber notwendige Immunisierung verzichten, ist nicht nachvollziehbar", sagt Elisabeth Bischof vom Gesundheitsamt des Landes Oberösterreich. Hier würde man sich eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent wünschen, um die Masern "ausrotten" zu können.

Doch die gefährdetste Altersgruppe ist die der 20- bis 45- Jährigen, die oft gar nicht oder nur teilimmunisiert sind. Deshalb läuft derzeit eine Kampagne im Land, bei der der Impfstoff gratis abgegeben wird, um die Impflücke zu schließen. Wie aggressiv die Viren sind, zeigt sich bei den aktuellen Fällen in Oberösterreich. Nur ein Fall blieb in Braunau auf einen Patienten beschränkt. Die anderen beiden "Ausbrüche" hatten insgesamt acht Krankheitsfälle in zwei Familien in Braunau und Wels zur Folge. "Jeweils schleppte eine Person die Viren in eine ungeimpfte Familie ein und die anderen steckten sich an", erklärt die Gesundheits- Expertin.

Viren in Europa nie ganz ausgerottet
Da es keine weitere Ausbreitung gab, wurden die Erreger nicht genau bestimmt und man weiß nicht, woher sie stammen. Während die USA als masernfrei galten, waren die Viren in Europa nie ganz ausgerottet. Und wegen der aktuellen Impfmüdigkeit kommen sie nun verstärkt wieder zurück. Nur Babys, bei denen Masern die größten Komplikationen auslösen, dürfen nicht immunisiert werden. Sie sind geschützt, wenn ihre Bezugspersonen geimpft sind.

28.02.2015, 06:00
Markus Schütz, Kronen Zeitung
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