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17.08.2017 - 20:05
Foto: foto-kerschi.at/Werner Kerschbaummayr

Marathon- Einsatz bei Holzhaus- Brand nahe Linz

11.10.2013, 08:32
Bis zu 14 Stunden sind Feuerwehrleute beim Brand eines Wohnhauses in Altenberg bei Linz im Einsatz gewesen. Die Bewohner hatten rechtzeitig flüchten können, doch die Flammen fraßen sich hartnäckig durchs Innere der Holzwände und waren nur schwer zu bändigen. Da das Löschwasser knapp war, "mussten ringsum Pools ausgepumpt werden", schilderte Alfred Wahlmüller, Kommandant der Feuerwehr Oberbairing. Die Schadenshöhe ist noch unklar.

Der Brand war Mittwochabend gegen 20.30 Uhr entdeckt worden. Die Familie konnte rasch flüchten, die zwei Kinder kamen vorerst bei Nachbarn unter. Die örtliche Feuerwehr war schnell vor Ort, doch nach einer knappen Stunde der Brandbekämpfung stellte sich heraus, dass der Einsatz langwieriger und schwieriger werden würde, als erwartet.

Foto: foto-kerschi.at/Werner Kerschbaummayr

Zunächst dachten die Einsatzkräfte, es würde sich noch jemand im Haus aufhalten. Stimmen drangen aus dem brennenden Gebäude. Doch wenig später konnte diesbezüglich Entwarnung gegeben werden. "Wir haben dann herausgefunden, dass es ein Radio war", berichtete der Kommandant.

"30 Atemschutzträger im Einsatz"

Dann stellten die Florianis fest, dass die Isolierung in den Holzwänden des Hauses zu brennen begonnen hatte. Wände und Dach mussten Stück für Stück entfernt werden, um die Flammen löschen zu können. Daher mussten weitere Feuerwehren alarmiert und Alarmstufe 2 ausgelöst werden. "Insgesamt waren dann 30 Atemschutzträger im Einsatz, die jeweils ja nur 20 Minuten arbeiten können. Und immer wieder gibt's irgendwo ein Eck, wo es wieder zu brennen beginnt. Das ist mühsam", so Wahlmüller.

Dann wurde auch noch das Löschwasser knapp. Glücklicherweise waren die Nachbarn sehr hilfsbereit. Wahlmüller: "Wir durften alle Pools auspumpen. Das war wichtig, so hatten wir Zeit, eine Leitung vom nächsten, 500 Meter entfernten Löschteich zu legen."

Elektrischer Defekt als Ursache

Erst am Donnerstagvormittag - rund 14 Stunden später - konnten auch die letzten Löschtrupps "Brand aus" melden und abrücken: "Zum Glück habe ich einen Chef, der Verständnis für meine freiwillige Arbeit hat, er gab mir den Tag frei", freute sich Wahlmüller.

Dann traten die Brandermittler auf den Plan. Sie stellten schnell fest, dass es sich "zu 99,9 Prozent um einen elektrischen Defekt" im Bereich der Terrasse gehandelt haben dürfte. Ob das Haus wieder bewohnbar gemacht werden kann oder die Familie eine neue Bleibe suchen muss, ist noch offen. Am Donnerstagabend rückten wieder zwei Feuerwehren aus, als Glutnester aufflammten. Die Gefahr war jedoch rasch gebannt.

11.10.2013, 08:32
Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung/red
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