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18.08.2017 - 16:00
Foto: Christian Koller

Luger fürchtet in Linz höhere Mieten nach Sanierung

29.04.2010, 13:18
Nach Hallstatt gibt es auch in Linz erneut Wirbel um den Denkmalschutz. Die Mieter der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz (GWG) machen Druck, dass ihre Häuser endlich saniert werden. Da die Gebäude aber unter Denkmalschutz stehen, sei es schwierig und teuer, zeitgemäßes Wohnen zu ermöglichen, so Vize-Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ).

Bei den sanierungsbedürftigen Häusern handelt es sich vor allem um die sogenannten Hitler- Bauten aus der NS- Zeit. In zahlreichen Wohnungen sei die Sanierung dringend nötig. In den Anlagen im Stadtteil Urfahr gebe es beispielsweise herausfallende Haustüren und sogar Schimmel, so Luger. Die Bewohner würden nun zunehmend Druck machen, erklärt der Aufsichtsratschef der GWG.

Betroffen seien die Mieter von etwa 4.000 der insgesamt rund 18.000 GWG- Wohnungen. Bisher konnten die Häuser auf vertretbare Weise saniert werden - mit Kunststofffenstern oder zeitgemäßem Vollwärmeschutz. Das sein nun plötzlich nicht mehr möglich, kritisiert Luger.

Mietsteigerung von 1,40 auf 2,10 Euro

Durch neue Auflagen des Denkmalschutzes würden die Mieten durch zusätzliche Kosten von 1,40 auf 2,10 Euro pro Quadratmeter und Monat steigen. So wolle das Denkmalamt nur mehr Holzkastenfenster erlauben, so Luger. Diese könne man aber nicht kippen und sie seien viermal so teuer wie Kunststofffenster.

Auch beim Vollwärmeschutz würden plötzlich nur mehr zehn Zentimeter erlaubt. Die für die Wohnbauförderung nötige Energiekennzahl erreiche man aber erst mit 16 Zentimetern. Die GWG hat daher gegen die Bescheide des Denkmalamtes Einspruch erhoben, konkret geht es um fünf Anlagen.

"Wir wollen zeitgemäß sanieren"

Sanieren könne man aber erst, wenn es eine Entscheidung des Denkmalamtes über die Berufung gebe. Denn Fördergeld gebe es nur für die Gesamtsanierung, was er grundsätzlich für vernünftig halte, so Luger. Der Aufsichtsratschef hoffe daher auf die Entscheidung der zweiten Instanz, die in Wien getroffen werden soll.

Der Denkmalschutz solle nicht infrage gestellt werden, betonte Luger, aber: "Wir wollen zeitgemäß sanieren." In einem Fall sei beispielsweise sogar der Anschluss ans Fernwärmenetz untersagt worden. Das Denkmalamt kommuniziere nicht mit den Eigentümern, kritisierte er, das sei "ein Oberösterreich- Spezifikum".

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