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23.08.2017 - 13:02
Foto: APA/BARBARA GINDL

Linzer Musiktheater feiert Dachgleiche mit Probelauf

26.11.2010, 14:52
Am zehnten Jahrestag der Volksbefragung gegen ein neues Musiktheater in Linz ist am Freitag die Dachgleiche des Opernhauses gefeiert worden. Der Festakt war auch ein Probelauf für das Ensemble. Künstler des Landestheaters und des Bruckner Orchesters zeigten, was das Publikum in dem Haus erwartet.

Am Programm stand ein Querschnitt durch die Sparten, die das Publikum künftig erwarten: Musik, Tanz, Oper und Musical. Das Ballettensemble zeigte Ausschnitte aus "Anna Karenina", das Schlagwerk- Ensemble des Bruckner Orchesters heizte musikalisch ein. Einen Vorgeschmack auf die Akustik des Hauses gaben Solisten und der Chor des Landestheaters mit Auszügen aus Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg" und "Hello, Dolly".

Großprojekt verschlingt 150 Millionen Euro

Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) dankte den rund 130 Bauarbeitern, die in den vergangenen 15 Monaten an dem Theater gearbeitet haben. Seit dem Spatenstrich am 15. April 2009 wurden 65.000 Kubikmeter Erdreich ausgehoben, 47.000 Kubikmeter Beton und 5.400 Tonnen Betonstahl verbaut. Im kommenden Jahr, wenn die Professionisten die Arbeit aufnehmen, werden rund 300 bis 400 Personen ständig auf der Baustelle arbeiten. Im ersten Halbjahr 2012 beginnen voraussichtlich die Proben, im April 2013 soll zum ersten Mal der Vorhang hochgehen.

Der Obmann des Fördervereins, Raiffeisenlandesbank- Generaldirektor Ludwig Scharinger, berichtete, dass mittlerweile 4,6 Millionen Euro an Sponsorengeldern beisammen sind. "Es gibt keine Aufnahmesperre", hofft Pühringer, dass es noch mehr wird. Die Gesamtkosten des Musiktheaters werden mit 150 Millionen Euro beziffert.

Platz für 1.200 Besucher

Gerhard Ritschel von den "Freunden des Linzer Musiktheaters" erinnerte an die Volksbefragung, die vor zehn Jahren gegen das Projekt ausging: "Damals haben aber auch 200.000 Leute für das Musiktheater votiert. Wenn die alle nur ein Mal im Jahr ins Theater gehen, sind wir ausgelastet." Bei der Befragung auf Initiative der FPÖ sprachen sich knapp 60 Prozent gegen eine Oper aus. Nun wird das Projekt an einem anderen Standort doch verwirklicht. Nach Plänen des britischen Architekten Terry Pawson entsteht ein modernes Haus mit raffinierter Bühnentechnik und Platz für bis zu 1.200 Besucher.

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