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25.09.2017 - 16:21
Foto: Peter Tomschi

Landsleute "schluckten" 315 Millionen Euro!

09.02.2008, 10:26
Schlucken die Oberösterreicher zu viele ärztlich verschriebene Medikamente? Bei der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse - mit 1,16 Millionen Versichterten größter Sozialversicherer im Land ob der Enns - sind die Kosten im Vorjahr jedenfalls auf die Rekordsumme von 315 Millionen Euro explodiert.
OÖGKK- Obmann Alois Stöger sieht als Hauptursache dafür nicht einen exorbitant gestiegenen Medikamentenkonsum: „Denn unsere Vertragsärzte ordinieren sehr verantwortungsbewusst und verordnen nur das, was der Patient wirklich braucht.“ Für die Kostenexplosion sieht er in erster Linie die Pharmaindustrie hauptverantwortlich: „Sie hat die Preise in den letzten zehn Jahren nämlich fast verdoppelt und Nachlässe verweigert, nachdem die Vereinbarung mit dem Gesundheitsministerium 2006 ausgelaufen ist!“

Dr. Erhard Prugger, der für die Wirtschaftskammer im OÖGGK- Vorstand sitzt, ortet aber auch beträchtliche Einsparungspotenziale: „Viele Medikamentenpackungen sind zu groß, 53 Prozent brauchen laut aktueller Studie die verschriebenen Medikamente selten oder nie auf.“ Ein Problem sieht er in der zunehmenden „gedankenlosen Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen“.

Die anerkannt verantwortungsbewusst wirtschaftende OÖGGK gilt zwar unter den österreichischen Krankenkassen als Vorzeigekasse, sie wird aber 2007 dennoch mit einem Minus von voraussichtlich vier Millionen Euro abschließen. Auch, weil sie 26,56 Millionen Euro an den Ausgleichsfonds zur Stützung finanzmaroder Kassen wie der Wiener blechen musste, und selbst nur 3,37 Millionen Euro refundiert erhält.
















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