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21.08.2017 - 09:41
Foto: Johannes Markovsky

Kussverbot in Hauptschule

21.11.2008, 16:51
Das kuriose Bussi-Verbot in der Hauptschule Gunskirchen spaltet die Nation: Die einen finden es fürchterlich, die anderen richtig. Der Linzer Jugendpsychiater Michael Merl spricht sich dafür aus: "Die Gesellschaft muss den Kindern zeigen, was im Umgang miteinander passt." Doch viele Mädchen meinen in unserer Krone-Umfrage: Wir lassen uns das Küssen nicht verbieten!

"Keiner würde am Arbeitsplatz mit seinen Kollegen intensive Küsse auf den Mund austauschen", erklärt Experte Merl, der selbst sechs Kinder hat, warum er Küssen verboten für sinnvoll hält. "Diese Küsserei in der Schule sehe ich als Form der Jugendkultur. Teenager haben immer bestimmte Rituale, das ist nichts Neues. Aber die Gesellschaft darf und muss hinterfragen, ob durch ein derartiges Verhalten Grenzen der Sexualität und der Intimität anderer massiv überschritten werden."

Sex in der Schule?

Psychiater Merl ist überzeugt: Es ist Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung, den Jugendlichen zu zeigen, was passt und was nicht. Jugendliche sind Menschen auf der Suche, nehmen aus der Welt auf, was ihnen an Vorbildern angeboten wird. Wenn kein gutes Erziehungsangebot da ist, nehmen sie, was ihnen von Gleichaltrigen, Werbung und Medien angeboten wird.

Merl formuliert bewusst zugespitzt: "Sonst landen wir früher oder später bei dem Zustand, dass auch Sex in der Schule mit einem Achselzucken abgetan wird, so frei nach dem Motto: ,Na und, die Jugendlichen mögen sich eben...'"

Inzwischen reagierte auch der oö. Landesschulrat auf die Aufregung: Inniges Küssen der Schülerinnen bei Begrüßungen und Verabschiedungen vor und nach fast jeder Unterrichtseinheit hatte dazu geführt, dass sich bereits mehrere Mädchen belästigt fühlten und dies auch ihren Eltern mitteilten. Deshalb erfolgte im Schulforum der Beschluss für einen Elternbrief, damit diese auf ihre Kinder einwirken. Schulratschef Fritz Enzenhofer: "Erziehen heißt eingreifen."

Von Christoph Gantner, Oö. Krone

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