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21.09.2017 - 03:42
Foto: APA/Hans Klaus Techt

Krise wird jährliche Gewalt zum Fest "noch verschärfen"

18.12.2009, 01:00
Weihnachten ist das Fest des Friedens, aber leider eskaliert oft gerade da schwelende Aggressivität und mündet in Gewalt. "Die Krise verschärft das noch", beobachtet der Linzer Polizeijurist Alexander Niederwimmer. Insgesamt gibt es in Oberösterreich jährlich 1.000 Wegweisungen, meist sind es Männer, die ausrasten.

Ein Fall von vielen aus der Weihnachtszeit des Vorjahres: Die Linzer Polizei fand eine schwangere Frau im Pyjama, die mit ihrem siebenjährigen Sohn bei Minusgraden nachts unter einem Busch kauerte – aus Angst vor dem brutalen, betrunkenen Lebensgefährten. Polizeijuristin Bettina Kreuzhuber: "In der Hälfte der Fälle sind Kinder betroffen. Der Ausdruck in ihren Augen tut weh, wenn sie mit ihren Müttern zu uns kommen."

"Frauen lassen sich wegen Kindern schlagen"

Besonders erschütternd: Während der Feiertage ist es in den Frauenhäusern ruhig, der Ansturm setzt hinterher ein. "Weil sich die Frauen schlagen lassen, um den Kindern das Fest nicht zu zerstören", weiß Soziallandesrat Josef Ackerl.

Auch Sonja Ablinger, SP- Frauensprecherin und Vorsitzende des Gewaltschutzzentrums, betont: "Es gibt keine kulturell bedingte Gewalt, sie zieht sich quer durch alle Schichten." Migrantinnen finden schwerer Hilfe, daher setzt sie sich für geschulte Berater und Dolmetscher sowie  noch mehr Vernetzung aller Stellen ein.

Kronen Zeitung

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