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16.08.2017 - 20:41
Foto: Horst Einöder

Kranführer stürzt aus zehn Metern in den Tod

12.10.2010, 09:19
Vor den Augen seiner entsetzten Kollegen ist am Montag ein Kranführer aus Weißkirchen an der Traun beim Abbau eines Schutzgerüsts in Linz zehn Meter tief in den Tod gestürzt. Der 24-Jährige stand mit einem zweiten Arbeiter (33) auf der Plattform, als diese beim Abbau wegschwang. Pro Jahr sterben bundesweit 30 bis 40 Beschäftigte am Bau.

Der Schock über den Tod ihres Kollegen stand den Arbeitern auf der Baustelle der Kreuzschwestern in der Linzer Stockhofstraße ins Gesicht geschrieben. Der Kranführer aus Weißkirchen an der Traun hatte gegen 12 Uhr mit seinem 33- jährigen Kollegen versucht, ein Schutzgerüst abzubauen, das im dritten Stockwerk außen wie ein Balkon befestigt war.

Gleichgewicht verloren

Dabei dürfte laut den polizeilichen Ermittlungen das aus Schaltafel, Stahlrahmen und Geländer bestehende Gerüstelement geklemmt haben. Die beiden Männer stiegen auf die Plattform, plötzlich gab es einen Ruck, und der Gerüstteil schwang weg.

Der 24- Jährige verlor das Gleichgewicht und stürzte zehn Meter tief in den Tod. Sein Kollege konnte sich festklammern. Er wurde von der Berufsfeuerwehr mittels Drehleiter geborgen, hatte aber einen schweren Schock erlitten und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Gefährlicher Arbeitsplatz

Tödliche Arbeitsunfälle sind im heimischen Bauwesen leider alles andere als eine Seltenheit: Laut einer Statistik der AUVA gibt es pro Jahr bundesweit zwischen 30 und 40 Tote. Jeder fünfte Arbeitsunfall passiert am Bau, und 80 von 1.000 Beschäftigten erleiden im Schnitt pro Jahr einen Unfall.

Die häufigsten Unfallursachen sind Sturz und Fall. Bei fast der Hälfte der tödlich verlaufenen Arbeitsunfälle in der Baubranche wird eine dieser Ursachen angegeben. "Trotz unserer Kontrollen sind Baustellen einfach ein gefährlicher Arbeitsplatz", weiß auch der Linzer Arbeitsinspektor Peter Hanzl.

von Christoph Gantner, "OÖ Krone"

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