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19.08.2017 - 13:02
Foto: APA/rubra

Keine Linzer Klangwolke ohne Feuerwerk

05.09.2010, 12:50
Mit tanzenden Dampfloks, waghalsigen Stunts und jeder Menge Pyrotechnik-Zauber hat die visualisierte Klangwolke 2010 "Baby Jet" am Samstagabend den Linzer Donaupark in die Kulisse eines Action-Spektakels verwandelt. Als Hubert Lepka von Lawine Torrèn die Maschinen anwarf, hatten die BesucherInnen etwas zu (be-)staunen. 70.000 Menschen verfolgten laut Veranstalter Brucknerhaus die utopische Geschichte vom Überschallzug, der Flugzeuge als schnellstes Verkehrsmittel ablösen soll.

Die zweite Klangwolke der Truppe rund um Choreograph Hubert Lepka, die schon 2005 mit "Teilung am Fluss" reüssiert hat, wartete mit allem auf, was ein echter Thriller braucht: eine vordergründige Story mit unerwarteten Wendungen, atemberaubende Stunts, der Sieg der Guten, bombastischer Sound, einprägende Bilder und: Ein Titelsong mit Hitpotenzial. "Baby Jet, speedy train, livin´ on a fast lane" dürfte sich spätestens bei der Zugabe mit den beiden Wissenschaftlerinnen aus der Story als Tänzerinnen auf einer schwebenden Lok als Ohrwurm manifestiert haben.

Regisseur und Geschichtenerfinder Hubert Lepka benutzt die Dämmerung als dramaturgisches Element, lässt seine Erfindung, den "Baby Jet", der dieser Klangwolke seinen Namen gab, in die Nacht hinein zischen. Lepka zieht seine Register von der fauchenden Dampflok, die einen Pas de Deux mit der Tänzerin Silke Grabinger hinlegt, über das gute, mittlerweile auch schon in die Jahre gekommene Laserlicht bis zum Railjet und der Vision von der Zukunft, wenn der "Baby Jet" in Vakuum- Röhren nur noch 14 Minuten von Linz nach Prag braucht.

"Jeder kann die Welt ein bisschen besser machen"

Die Story: Die Physiker Alice Zuse (Silke Grabinger), Bob Hanslmaier (Tom Hanslmaier) und Eve Knights (Zoe Knights) haben den "Baby Jet", einen Zug, der im Vakuumtunnel in Überschallgeschwindigkeit fährt, entwickelt. Doch bei der ersten Präsentation geht alles schief - "das war nicht gut, es kam zu früh". Spionage, Verrat, eine technische Fehlkalkulation und schließlich sollte das Publikum helfen, das Projekt doch noch gelingen zu lassen - auf Kommando blitzten auch artig tausende Handylichter auf. Birgit Minichmayr, die Stimme aus dem Off sprach: "Nicht jeder kann Alice, Eve oder Bob sein, aber die Welt ein bisschen besser machen." Und ein Feuerwerk beendete das Spektakel.

"Baby Jet" wandelte zwischen Musical und Thriller, wartete auf mit Hochseilartistik, als Silke Grabinger Dutzende Meter über der Donau an einem Trapez turnend vom Hubschrauber eingeflogen wurde, und einem Ballett von Jet- Skiern, die rot und weiß leuchtend über das Wasser flitzten. Dampflok, Railjet und ein Zug auf einem Frachter, grüne Laserlichter, ein Feuerwerk spuckender Hubschrauber, an Effekten und Farben wurde nicht gespart. Sogar die Schriftzüge auf dem Ars Electronica Center gegenüber an der Donau passten zum Geschehen. Die Musik wandelte zwischen pathetisch- hymnisch, in bester Action- Manier die Spannung steigernd, und eingängigen Musical- Fegern.

Kronen Zeitung und ooe.krone.at

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