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23.09.2017 - 10:10
Foto: Chris Koller

Justiz untersucht Freunderlwirtschaft

31.01.2010, 18:09
Ein weiterer Polit- und Provisionsskandal? Die Justiz soll nun die schwarz-blaue Freunderlwirtschaft um jenen 100 Meter hohen Linzer Terminal-Tower (Bild) klären, den 1.000 Finanz- und Versicherungsbeamte höchst widerwillig beziehen mussten. Obwohl die Monatsmiete um 50.000 Euro gestiegen ist - und das verwaiste Zollamt im Millionenwert unverkäuflich ist.

Der Staatsanwalt soll jetzt Licht in das Dunkel bringen, das mit einem gescheiterten ÖBB- Projekt neben dem Linzer Bahnhofsneubau begann: Der damalige Welser Neo- Bahn- Boss, Ex- Porr- Manager und ÖVP- Parteifreund Martin Huber überließ den Bauplatz seinen früheren Dienstgebern und der Raiffeisen- Landesbank OÖ. Dieses private Konsortium suchte öffentliche Mieter für 30.000 Quadratmeter in 24 Stockwerken.

Für 200.000 Euro Provision sollen der FPÖ- Generalsekretär Walter Meischberger und der PR- Berater Peter Hochegger fündig geworden sein: Der Trauzeuge, Parteifreund und Finanzminister Grasser verordnete "seiner" Finanzlandesdirektion ebenso eine Übersiedelung in den 55 Millionen Euro teuren Terminal- Tower wie die Parteifreunde Haupt und Haubner ihrer Pensionsversicherungsanstalt.

Rechtliche und wirtschaftliche Haken
Trotz einiger Haken: Laut EU- Recht und Rechnungshof hätte dieses öffentliche Amtsgebäude ausgeschrieben werden müssen, das die Belegschaft gar nicht beziehen wollte. Zumal ihre Zwangsübersiedlung auch nicht wirtschaftlich gerechtfertigt schien: Der Mietaufwand pro neuem, kleineren Arbeitsplatz stieg von 243 auf 294 Euro, und das verwaiste Zollamt im Zentrum liegt seither brach.

Die kostbare Bundes- Immobilie ist denkmalgeschützt, ihr Stiegenhaus unantastbar - für Privatnutzer unbrauchbar: Niemand will um 500 Euro pro Quadratmeter zuschlagen. Das verwaiste PVA- Gebäude an der Volksgartenstraße fand hingegen Käufer: Sie planen Büros und Wohnungen.

von Richard Schmitt, Kronen Zeitung

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