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18.08.2017 - 05:55
Foto: APA

Justiz "schützt" Mädchenmörder vor Verhaftung

07.02.2010, 01:00
"Cold Case" – ein Opfer ist vergessen: Die Linzer Kripo hat vor 18 Jahren einen flüchtigen Mordverdächtigen ausgeforscht, der einer Kellnerin (19) die Kehle durchtrennt haben soll. Doch die Justiz bremst die Polizei: Sie erlaubt ihr keine Dienstreise nach Ägypten, wo ein DNA-Vergleich den Mordfall endlich klären könnte.

Tatverdächtig ist ein ägyptischer Rosenhändler, der seine Fingerabdrücke am Tatort hinterlassen hatte und dann in seinem Heimatland untergetaucht ist.

Verdächtiger in Widersprüche verwickelt

Dort wurde er zwar diplomatisch in die österreichische Botschaft gebeten, hat aber abgestritten, bei seinen täglichen Verkaufstouren durch sämtliche Innenstadtlokale jemals auch im "Casino- Treff" an der Linzer Rainerstraße gewesen zu sein: Er kenne den Schauplatz der Bluttat gar nicht, obwohl er dort nachweislich ein Glas in der Hand gehabt hatte.

Auch der DNA- Code der Haare, die das Opfer dem Täter ausgerissen hat, passt laut Experten eher zu einem Ägypter als zu einem Oberösterreicher oder sonstigen Mitteleuropäer.

Doch das genetische Erbgut des Verdächtigen konnte noch nie mit den gesicherten Beweisspuren verglichen werden: Denn dazu müssten Justiz und Außenamt um Rechtshilfe ersuchen, oder Kriminal- Ermittler nach Ägypten entsenden. Beides erspart man sich seit vielen Jahren aus unerfindlichen Gründen.

Vater von Justiz enttäuscht

Zum Leidwesen des Vaters des Opfers: "Ich will endlich wissen, was bei den Ermittlungen schief läuft", hält der Goiserer (73) den Fall für längst geklärt: "Es war ein Auftragsmord!"

Demnach hätte ein gefeuerter Kollege und enttäuschter Liebhaber die Kellnerin mit dem Umbringen bedroht, den Killer angeheuert und sich ein wasserdichtes Alibi für die vereinbarte Tatzeit besorgt. Doch zu beweisen ist nichts: Der eine Verdächtige hat sich erschossen, der andere ist untergetaucht. Der ließe sich allerdings aufspüren, wenn man wollte.

Kronen Zeitung

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