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18.08.2017 - 15:59
In Hagenau in Goldwörth wird ein Haus nach dem anderen geschleift.
Foto: Markus Schütz

Hochwasser- Opfern läuft die Zeit davon!

04.12.2015, 09:00
Das Jahr ist bald vorbei - und dann endet auch die Frist für die freiwillige Absiedelung in den Flutgebieten im Eferdinger Becken! 63 der 146 betroffenen Familien haben sich schon entschieden, das Angebot anzunehmen, bis Jahresende werden zehn Gebäude abgerissen sein. 75 Flutopfer wollen die Bedenkzeit bis zum Schluss ausnützen.

Die Politik muss sich nach der Landtagswahl in Sachen Hochwasser neu orientieren. So hat der bisher zuständige Landesrat Rudi Anschober die Agenden an den neuen blauen Landesrat Elmar Podgorschek abgetreten. Und der Hochwasser- Beirat, in dem alle Parteien vertreten sind und den nun Podgorschek führt, muss sich neu konstituieren. Das wird heuer nicht mehr passieren.

Flutopfer haben keine Zeit für "Neuorientierung"
Doch diese Zeit der "Neuorientierung" haben die Flutopfer nicht, denen das Land Oberösterreich angeboten hat, 80 Prozent des Gebäudewerts und der Abrisskosten zu ersetzen, wenn sie das Eferdinger Becken verlassen. Am 31. Dezember läuft die Frist ab. Wer sich bis dahin nicht entschieden hat, verliert die Ablöse. Eine geforderte Verlängerung der Frist wurde schon abgelehnt. "Die Objektbesitzer werden in einem eingeschriebenen Brief auf den Ablauf der Frist noch einmal hingewiesen", sagt Felix Weingraber vom Land Oberösterreich.

Acht der 164 Betroffenen nördlich und südlich der Donau zwischen Aschach und Ottensheim haben das Angebot schon definitiv abgelehnt. 63 unterschrieben das Formular für die Absiedelung, und in drei Fällen ist das Verfahren samt Auszahlung der Ablösen bereits abgeschlossen. Sieben Häuser sind schon abgerissen, drei werden aktuell geschleift.

Mit Jahresbeginn drohen Mehrkosten

Vom Land OÖ stellt man den Flutopfern noch eine Rute ins Fenster, um sich schneller zu entscheiden: Denn wer gehen will, sollte noch bis Ende dieses Jahres bei der Gemeinde eine Abbruchbewilligung einholen, da ab 1. Jänner die neue Recycling- Baustoffverordnung gilt. Und wer da noch keinen Abbruchbescheid hat, muss mit höheren Abrisskosten rechnen.

04.12.2015, 09:00
Markus Schütz, Kronen Zeitung
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