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26.09.2017 - 06:49
Foto: Jack Haijes

Helfer im Kampf gegen den Schnee total erschopft

26.02.2009, 10:58
37 Dacher in nur drei Tagen abgeschaufelt: Die Erschopfung steht den Feuerwehrleuten von Rosenau am Hengstpaß beim "Krone"-Lokalaugenschein ins Gesicht geschrieben. Sie sind viel Schnee gewohnt, aber solche Massen nicht. Landesweit schaufelten 50 Feuerwehren Dacher frei - die Gefahr ist noch nicht gebannt.

"Pumpe Rosenau von Florian Rosenau, bitte kommen" - Gunther Mateyka (42), der Feuerwehrkommandant von Rosenau am Hengstpaß, holt per Funkspruch einen Lagebericht von seinen Männern ein. Mit Sitzgurten am Kamin angehängt, rackerten sie sich gerade auf dem Wohnhaus Rosenau 58 mit "Schneehexen" ab.

"Gut, dass es so warm ist", sagt Feuerwehrmann Manuel Berger (21). Dadurch lasse sich der Schnee leichter abschaufeln. Im Katastrophenwinter 2006 hatte sich eine Eisschicht unter dem Schnee direkt am Dach gebildet, und das Wasser konnte nicht durchsickern beziehungsweise abrinnen.

Arbeit nicht ungefährlich

Das Abschaufeln bleibt riskant: Ziegel mit Wachsschicht oder Blechdacher können zur halsbrecherischen Rutschbahn werden.
Beim Haus Rosenau 58 hatten sich die Dachbalken schon gebogen. Bewohnerin Sandra Pernkopf (39) muss sich jetzt mit dem Burgermeister "ausschnapsen", wer die Feuerwehr bezahlen soll. "18 Euro pro Stunde kosten die Manner", so die Fabriksarbeiterin, die zwar erleichtert zu sein scheint, dass ihr Dach nicht mehr einbrechen kann, sich aber die Feuerwehr kaum leisten kann. Grundsätzlich ist das Dachräumen von Fachfirmen durchzufuhren. Besteht Einsturzgefahr, ist der Feuerwehreinsatz gratis.

In Lackenhof am Ötscher (NO) forderte das Schneeschaufeln bereits ein Todesopfer: Ein Pensionist (80) erlitt am Garagendach einen Herzinfarkt, stürzte in die Tiefe und starb.

Von Gernot Fohler, "OO- Krone"

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