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18.08.2017 - 05:20
Foto: dpa/A3634 Friso Gentsch

Gastronomen: "Wirtshaussteuer ist Schnapsidee"

06.03.2011, 12:48
"Schnapsidee!" "In Linz bauen Politiker einen Wissensturm, weil sie nicht mehr wissen, woher sie das Geld nehmen sollen" – an den Stammtischen geht's rund, weil künftig auf jedes Bier, Achterl Wein oder Schnapserl draufgeschlagen werden soll. Geld, das dann in die leere Stadtkasse fließt!

"Die zehnprozentige Getränkesteuer wurde abgeschafft, weil sie rechtswidrig war. Zurückbekommen haben wir nichts. Jetzt sollen wieder die Kleinen zahlen", ärgert sich etwa Silvia Kadletz, die am Schillerplatz in Linz einen Würstelstand betreibt. 2,60 Euro kostet hier der halbe Liter Bier, mit der Steuer wäre man auf knapp drei Euro. "Eine Schmerzgrenze", meinen die Gäste, die ohnehin schon weniger geworden sind.

"Zuerst das Rauchverbot und jetzt das! Es kommen weniger Leute, auf Dauer heißt das weniger Umsatz, wir müssen Personal entlassen", mahnt der Urfahraner "Lindbauer"- Wirt Gerhard Mayer – und: "Ich gebe ohnehin nur jede zweite Bierpreiserhöhung der Brauereien an die Gäste weiter, weil es sonst einfach nicht geht."

Elf Millionen Euro Mehreinnahmen erwartet

Linzer Wirte fürchten, dass die von SPÖ- Finanzstadtrat Johann Mayr angestrebte Wirtshaussteuer die Gäste vertreibt. Eine "Halbe" koste derzeit im Schnitt 3,50 Euro – kommt die Steuer, würde nur in Linz das Bier fast vier Euro kosten (in alter Währung 55 Schilling), im nur wenige Kilometer entfernten Umland dagegen weniger.

"Die Stadt Linz hat inzwischen mehr als 30 Gastronomiebetriebe, davon viele pleitegegangene Wirtshäuser. Da kann Bürgermeister Dobusch bald weitere kaufen", ätzt Günter Hager, Wirt im Stadtbräu Josef. Wie berichtet, erwartet sich SPÖ- Säckelwart Johann Mayr elf Millionen Euro Einnahmen für Linz, wenn das Finanzministerium die Steuer absegnet. Die ÖVP- Fraktion hat mit der Idee übrigens keine Freude.

von Markus Schütz, "OÖ Krone"

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