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20.08.2017 - 10:32
In diesem Würstelstand wurde Heinz K. das erste Mal attackiert
Foto: Marion Hörmandinger

Frau suchte einen Killer für den Ehemann

08.03.2017, 05:01

Die Zutaten des Falls sind spektakulär: Eine 44- Jährige soll versucht haben, jemanden zu finden, der ihren Ehemann tötet. Da ein Engagement aber scheiterte, soll sie ihm zwei Schläger auf den Hals gehetzt haben. Das Opfer wurde schwer verletzt, die mutmaßliche Auftraggeberin versuchte dann, sich in U- Haft zu verbrennen.

Die Vorfälle sollen sich Ende Jänner 2016 sowie in der Nacht von 1. auf 2. Februar 2016 in Ebensee und Köstendorf (Salzburg) zugetragen haben. Die Staatsanwaltschaft Wels wirft Monika K. (44) versuchte Bestimmung zum Mord und absichtliche schwere Körperverletzung als Beteiligte vor. Hintergrund könnte eine Liebesgeschichte gewesen sein. K. soll eine Liaison mit Christian L. (35) eingegangen sein, mit dem sie eine gemeinsame Zukunft plante. Außerdem dürfte vom Ehemann (52) eine einträgliche Erbschaft zu erwarten gewesen sein.

Tausende Euros im Papiersack

Das aus dem Bundesland Salzburg stammende Paar betrieb in Ebensee einen Würstelstand. Mit mehreren tausend Euro im Papiersack soll Monika K. dort versucht haben, einen Mann zu ködern, ihren Gatten zu ermorden. Der Umworbene ging aber nicht darauf ein. Die 44- Jährige soll dann ihren Liebhaber mit einer Lügengeschichte aufgehetzt haben, Heinz K. eine gewaltsame Abreibung zu verpassen. Offenbar erzählte sie ihm, dass der Gatte sie quäle, misshandle und vergewaltige.
Gemeinsam mit einem Bekannten (49) verletzte L. den Gastronomen schwer. Der erste Angriff trug sich in der Würstelbude zu, Überfall Nummer 2 geschah im Haus des Opfers in Köstendorf. "Ich hab’ beide durchs Fenster gesehen und noch versucht, die Polizei anzurufen, bin aber nicht mehr dazu gekommen, meinen Namen zu nennen", sagt Heinz K. im "Krone"- Gespräch. Er erlitt einen vierfachen Nasenbeinbruch, hatte Blut im Urin, einen Bänderriss im Daumen, eine Schädelprellung sowie Verletzungen an Bandscheibe und Wirbelsäule. Trotz zweier Operationen kann er über die Nase nur 10% Atemluft aufnehmen.

Nur 10 Prozent Atemluft

Die Frau - sie soll für die Schläger einen Schlüssel hinterlegt und auch ihr Taxi bezahlt haben - übergoss sich im Juni in U- Haft in Wels mit Speiseöl und zündete sich anschließend an. Ärzte im AKH Wien konnten ihr Leben retten.
Am Dienstag soll im Landesgericht Wels ein Urteil über sie gefällt werden. Christian L. wurde bereits rechtskräftig zu vier Jahren Haft, sein Komplize zu 2,5 Jahren verurteilt. Beide sollen als Zeugen einvernommen werden.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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