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16.08.2017 - 17:44
Das "Heilige Kammerl" von Auerbach war der erste Tatort.
Foto: Daniel Scharinger

Feuerteufel schlugen bei zweiter Kapelle zu!

02.01.2017, 18:10

Ein religiöses Motiv oder doch einfach nur "dumme Buben"? Im Innviertel rätseln Ermittler nach zwei tatgleichen Anschlägen auf Kapellen über das Motiv. Nachdem, wie berichtet, in Auerbach Inventar des "Heiligen Kammerls" verbrannt worden war, ließen Vandalen in St. Radegund Heiligenbilder, Segenssprüche und auch ein Holzkreuz aus dem "Heilbrünnl" in Flammen aufgehen.

Die Madonna im "Heilbrünnl", einer kleinen Waldkapelle in St. Radegund, die mitten im Wald steht, blieb unberührt. Doch ein Holzkreuz, ein halbes Dutzend Bilder und gerahmte Segenssprüche, Gebetsbücher und   Dankesschriften nahmen die Täter mit ins Freie und zündeten die sakralen Gegenstände an. Auch eine Marmortafel wurde zerstört. "Der materielle Schaden ist vergleichsweise gering", sagen die Ermittler, doch ums Geld gehe es in diesem Fall weniger, eher um den emotionalen Wert. Von einem spontanen Bosheitsakt wird nicht ausgegangen, denn die Vandalen haben jedenfalls einen 20- minütigen Fußweg auf sich genommen, um zum Tatort zu gelangen.

Auch "Heiliges Kammerl" wurde geschändet

Die Polizei ist umso hellhöriger, da es der zweite, fast tatgleiche Fall ist. Wie berichtet, war im rund 30 Kilometer entfernten Auerbach auch das "Heilige Kammerl" geschändet worden. Auch hier wurden etwa 20 Heiligenbilder und Statuen aus der Waldkapelle genommen und im Freien zerschlagen und verbrannt. In diesem Fall gingen die Täter aber brutaler vor, versuchten durch Aufzwicken und Aufschlagen eines Schlosses in den Altarraum zu gelangen.Beide Kapellen
haben HeilquellenDer Hintergrund der Anschläge ist mysteriös, Auerbachs Pfarrer Josef Pawula glaubt an einen reinen Bosheitsakt ohne besonderes Motiv. Gleich ist an beiden Tatorten jedenfalls, dass es sich um Kapellen bei Quellen handelt, die täglich von Pilgern und Gläubigen aufgesucht werden, um sich Wasser zu holen, dem wundersame Heilwirkung nachgesagt wird. Deshalb wurden die Taten so schnell entdeckt.

Redakteur
Markus Schütz
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