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17.08.2017 - 22:26
Insgesamt 35 Linzer Feuerwehrmänner bekämpften das Feuer in dem Linzer Jugendstilhaus
Foto: Kronen Zeitung

Feuer vernichtete Gemälde

31.03.2017, 15:32

Die Atelierfenster zersprangen mit lautem Geklirr, dann stieg eine Rauchsäule zum Himmel hoch: Am Freitag um 8 Uhr früh brach im Atelier eines Linzer Künstlerehepaares ein Brand aus. Ein Afghane, der als Passant zum Augenzeugen wurde, alarmierte die Mieter. Das Ehepaar wurde leicht verletzt, alle anderen blieben heil. Ein Raub der Flammen wurden hingegen die vielen Bilder im Atelier.

"Ich habe geschlafen, bin durch Geklirr wach geworden. Ich hab’ aus dem Fenster geschaut, weil ich gelaubt hab’, unten schlägt jemand bei einem Auto die Scheiben ein. Dann haben mir Passanten von der Straße schon zugerufen, dass es oben brennt", berichtet Mieterin Susanne Schmittat (30): "Ich habe nur meine Hündin Luna mitgenommen."

Rudolf Wagner (68) wohnt oberhalb des brennenden Ateliers. Er wartete in eine Aludecke gehüllt an der Kreuzung Mozartstraße/Eisenhandstraße und sagte: "Ich hab’ den Lärm im Stiegenhaus gehört, dann ist schon die Polizei gekommen und hat mich aufgefordert, das Haus zu verlassen."

Auch der afghanische Asylwerber Hussein Amini (30) half mit, alarmierte in Eigenregie Bewohner.

Das brennende Atelier gehört dem renommierten Künstler Ewald Walser (69). Die vielen gelagerten Bilder waren leider ideales "Futter" für die Flammen. Berufsfeuerwehr- Einsatzleiter Markus Jank: "Ölbilder, die ,mit einem Luftraum dazwischen, aneinander lehnen, da sind die Flammen immer wieder dazwischen hochgezüngelt." Um 11.30 Uhr war Brand aus, um 14 Uhr musste die Feuerwehr nachlöschen.

Ewald Walser und seine Frau wurden ins Klinikum eingeliefert, aber nur ambulant behandelt. Das 1910 erbaute Zinshaus ist denkmalgeschützt. Die Wohnungen sind 156 bis 180 Quadratmeter groß, kosten teilweise nur 340 Euro monatlich.

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