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19.08.2017 - 21:43
Foto: Markus Tschepp

Felsbrocken stürzte in Gasthof

08.04.2008, 08:36
„Keine Gefahrenstelle“ – ungesichert ist die Felswand hinter dem Gasthaus Fürberg am Wolfgangsee: Nun donnerte dort ein 300-Kilo-Brocken in die Ferienwohnung zweier Oberösterreicherinnen. Erst vor zwei Monaten hatte 200 Meter daneben ein Fels eine Mama aus Oberhofen am Irrsee getroffen – und fast getötet.

Ganz Oberösterreich zitterte vor zwei Monaten mit der Familie von Veronika Grubinger (28) aus Oberhofen/Irrsee. Sie war mit ihrem Mann und zwei Kindern damals in St. Gilgen (Sbg.) spazieren gegangen, als sich ein Felsbrocken über dem „Fürbergweg“ löste und der Frau das Gesicht zertrümmerte. Mit Operationen vor Ort und danach im Salzburger Spital konnte sie aber gerettet werden, hat heute nur noch Probleme mit dem Kiefer.

Doch der Horror- Unfall war offenbar schnell vergessen, denn schon wieder löste sich in der Nähe völlig ungebremst ein – diesmal mit 300 Kilo vielfach schwererer – Stein und traf das Gasthaus Fürberg. Der Fels traf zuvor noch einen am Parkplatz abgestellten VW Golf, bevor er an der Hinterseite des Gebäudes durch ein Fenster direkt in die Toilette schoss. Das Auto gehört zwei Frauen aus dem Bezirk Linz- Land, die in der dazugehörigen Gästewohnung logieren  und knapp entkamen: „Sie waren gerade in einem anderen Raum, als es einen grausigen Kracher machte, Scheiben splitterten“, erzählt Gastwirt Bernhard Ebner. Schaden: 10.000 Euro. „Bisher galt die Stelle nicht als gefährlich, nur kleine Steine bröckelten ab“, so ein Polizist aus St. Gilgen. Nun untersuchen Geologen die Felswand, überlegen einen Schutzwall.

Kurios: Obwohl auch bei dem Unfall vor zwei Monaten kein Schutz angebracht war, sollte Veonika Grubinger den Rettungsflug selber zahlen: 4500 Euro! Nun übernimmt doch eine Zusatzversicherung die Rechnung…

 

Foto: Markus Tschepp

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