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22.08.2017 - 06:32
Durch den täglichen Stau in Linz könnten sich die Luftgütewerte vermutlich verschlechtern
Foto: Werner Pöchinger

EU- Strafverfahren trotz Lufthunderters

18.04.2016, 01:00

Die gerade beginnende politische Diskussion um eine Umweltzone mit Fahrverboten für ältere "Stinker- Diesel" in Linz wird vom heftigen Zuschlagen der EU- Kommission anderswo in Oberösterreich überschattet: Trotz "Lufthunderters" bei Enns hat die Brüsseler Behörde ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet!

In Linz halten die Experten des Umweltbundesamtes die Einrichtung einer Umweltzone mit Fahrverboten für ältere "Stinker- Diesel" bis 2020 offenbar für unausweichlich. Denn die Belastung mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid ist weitläufig im Stadtgebiet zu hoch: "In den vergangenen Jahren ist hier nur eine minimale Verbesserung eingetreten. Hauptverantwortlich für den Emissionsausstoß ist der Verkehr, betroffen von den hohen NO2- Werten direkt neben dicht befahrenen Straßen sind rund 36.000 Linzer und Linzerinnen", weiß Umweltlandesrat Rudi Anschober. Der Grün- Politiker  rechnet damit, dass die EU- Kommission "auch hier" ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten wird, "wie sie dies wegen Grenzwertüberschreitung bereits im Jänner 2016 für andere Gebiete - darunter auch den Bereich der A1 um Enns- Kristein - getan hat".
So erfährt man quasi nebenbei, dass der von einer Messstation in Enns/Kristein direkt neben der Autobahn gesteuerte "Lufthunderter"  nicht ausreicht, um die Luft sauber genug für die EU- Anforderungen  zu halten.

In diesem EU- Strafverfahren, das  noch in einer frühen Phase ist, drohen ebenso Millionenstrafen wie im Fall der Linzer Stickstoffdioxid- Probleme.
Im Fall von Enns/Kristein werde aber nichts herauskommen, meint  Anschober: "Eine zentrale Maßnahme wurde für diesen Abschnitt bereits vor über einem Jahr festgelegt, das Fahrverbot für Stinker- Uralt- LKW und das tritt im Juni in Kraft."

18.04.2016, 01:00
Werner Pöchinger
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