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18.08.2017 - 05:12
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Erste Razzia gegen Betreiber illegaler Automaten

31.08.2010, 19:59
Das Glück ist ein Vogerl - und vielen Lokalbetreibern am Dienstag wohl für längere Zeit entschwirrt. In einer geheimen Aktion rückte zum ersten Mal in Linz die "SOKO Glücksspiel" aus, nahm ein Kaffeehaus nach dem anderen unter die Lupe. Ziel: die verbotenen Automaten beschlagnahmen und verschrotten lassen. Die "Krone" war bei der "Glücks-Razzia" in Linz mit dabei.

Dienstag, kurz nach 11 Uhr ein Café in der Wiener Straße. An den Tischen die üblichen Verdächtigen, hier werden auch schon gerne vor dem Mittagessen ein paar Bierchen gezwitschert. Oder eben an den Automaten gespielt. In dem kleinen Kaffeehaus stehen fünf davon, mit Namen wie "Joker Mania II" oder "Seven to Six". Zu gewinnen gibt es ein Vermögen, theoretisch. Meist aber nur für den Besitzer: "Bis zu 1.000 Euro pro Tag landen in den Kisten", so ein Fahnder. 40 Prozent davon bekommt der Betreiber. Jetzt klebt das Pickerl "Amtlich beschlagnahmt" auf den Geräten.

"Und teuer wird es auch", sagt Einsatzleiter Rigobert Rainer. "Strafen von bis zu 22.000 Euro drohen." Die Apparate werden abgeholt und verschrottet.

Vermutlich 10.000 illegale Geräte

Es ist der erste Einsatz der "SOKO Glücksspiel". Seit dem neuen Gesetz vom 22. Juli stehen rund 10.000 der Geräte illegal in Lokalen herum. Die Einsatztruppe vom Dienstag, insgesamt zwölf Mann stark, tingelte von Lokal zu Lokal. Immer dabei: ein Sachverständiger. Und der wurde auch dringend gebraucht. "Alle Geräte kaputt", sagt der Besitzer eines weiteren kontrollierten Lokals. Die Razzia hat sich wie ein Lauffeuer in der Stadt verbreitet. Tatsächlich: Die Automaten sind tot, schwarze Bildschirme. Doch der Experte erkennt rasch: Geräte manipuliert!

Die Lüge hat dem Besitzer auch kein Glück gebracht, Strafe zahlen muss er trotzdem. Und das sollte anderen auch eine Warnung sein: 80 Mann der Finanz wurden bundesweit ausgebildet, die Teams sind ab sofort österreichweit im Einsatz, Großrazzien geplant.

von Michael Pommer, Kronen Zeitung

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