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21.09.2017 - 22:27
Foto: Andi Schiel

Diebesbande nach 40 Einbrüchen gefasst

27.09.2010, 15:36
Die Polizei hat einer rumänischen Diebesbande nach mehr als 40 Einbrüchen in Oberösterreich das Handwerk gelegt. Bei den Coups in Firmen, Geschäften und Sportanlagen erbeutete das Quartett rund 30.000 Euro und richtete etwa 70.000 Euro Sachschaden an. Drei der Täter sind geständig und befinden sich in Linz in Untersuchungshaft, der vierte wird per europäischem Haftbefehl gesucht.

Seit vergangenem April war Beamten zweimal ein englisches Auto mit rumänischen Insassen aufgefallen, sie informierten das Landeskriminalamt. Es erhärtete sich der Verdacht, dass es sich um Kriminaltouristen handeln könnte: Entlang der Routen der Rumänen sei es zu einer Häufung von Einbrüchen gekommen, so die Polizei. Am 8. September wurden sie in Niederösterreich erneut kontrolliert, in der folgenden Nacht wurde in Micheldorf im Bezirk Kirchdorf ihr herrenloses Fahrzeug entdeckt.

Die Beamten legten sich auf die Lauer, bis die drei Rumänen zum Wagen kamen. Bei der Kontrolle wurden rund 7.500 Euro in Banknoten und Münzrollen sichergestellt. Bei den arbeitslosen Männern im Alter von 24, 31 und 33 Jahren ohne festen Wohnsitz in Österreich klickten die Handschellen. Später stellte sich heraus, dass sie bei einem Einbruch in ein Geschäft in Micheldorf einen Tresor aufgeschnitten und ausgeräumt hatten. Das Tatwerkzeug hatten die Rumänen in einer Baufirma mitgehen lassen.

Täglich zwei bis drei Einbrüche im Land ob der Enns

Die Verdächtigen seien zu über 40 Coups geständig, hätten aber gar keinen Überblick mehr, wie viele es tatsächlich waren, berichtete der Leiter des Landeskriminalamtes, Rudolf Keplinger. Es sei davon auszugehen, dass sie auch in anderen Bundesländern aktiv waren. Das werde sich in den kommenden Tagen und Wochen herausstellen. Die Fahndung nach dem vierten, 22- jährigen Täter laufe noch. "Den wird's früher oder später auch wieder nach Österreich schneien", ist Keplinger überzeugt.

Landespolizeikommandant Andreas Pilsl machte darauf aufmerksam, dass bald die Saison für Dämmerungseinbrüche beginnt. Ob man das für das Gesamtjahr angestrebte Minus von zehn Prozent bei Einbruchsdiebstählen in Wohnungen und Häuser erreichen wird, werde sich erst zeigen. Aktuell liege man bei einem Rückgang von zwölf Prozent. In Oberösterreich würden sich täglich zwei bis drei Einbrüche ereignen, berichtete Pilsl. Verglichen mit Wien handle es sich um "homöopathische Dosen", in der Bundeshauptstadt sei die Zahl mindestens zehnmal so hoch, so Keplinger.

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