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22.09.2017 - 15:51
Foto: Klemens Fellner

Cumberland- Boss soll Geld abgezweigt haben

07.03.2008, 01:00
Er verdiente monatlich 4.500 Euro brutto, dennoch soll der Ex-Leiter (52) des Landespflegeheims Schloss Gmunden von den Erlösen des jährlichen Basars bis zu 30.000 Euro auf sein Konto abgezweigt haben. Der Diebstahl flog auf, weil zwei Mitarbeiterinnen ihren Vorgesetzten beim Land anzeigten. Der Verdächtige gestand, wurde einvernehmlich gekündigt und will den Schaden gutmachen.

Bereits vor einem Jahr hatte es Gerüchte gegeben, dass bei der Amtsführung des Direktors nicht alles ganz koscher sei. Aber erst am 27. Februar zeigten zwei Mitarbeiterinnen des Pflegebereichs beim Land Unregelmäßigkeiten an. Am 28. Februar wurde der Direktor erstmals einvernommen und gestand laut Auskunft vom Büro LH- Vize Franz Hiesl, vom jährlich stattfindenden Patientenbasar regelmäßig Geld auf sein eigenes Konto abgezweigt zu haben. Es seien zwischen 10.000 bis 20.000 Euro gewesen. Laut Landesquellen wird aber von 30.000 Euro ausgegangen, die der langgediente Mitarbeiter gestohlen haben soll. Derzeit wird die gesamte Buchhaltung überprüft, erst dann wird Klarheit bestehen. Der dreifache Vater wurde einvernehmlich gekündigt, ist seit 4. März nicht mehr im Dienst.

Der Ex- Direktor soll laut Land ein Einverständnis unterschrieben haben, dass er den Schaden zurückzahlen werde. „Das gilt als tätige Reue, deshalb machen wir auch keine Anzeige“, so Hiesl- Sprecher Helmut Rechberger. Eine Fristlose könne bekämpft werden, deshalb wurde die einvernehmliche Kündigung gewählt.

Die Affäre passt zur „Chronique scandaleuse“ von Schloss Cumberland: Am 28. Juli 1994 hatte sich die Verwalterin Ida G. (36) am Dachboden erhängt - angeblich war sie gemobbt worden. Ihre Nachfolgerin wurde im März 2003 gefeuert, weil sie angeblich mit dem Personal nicht zurande kam. Und nun ist auch deren Nachfolger weg. Seine Frau zur „Krone“: „Da laufen viele Intrigen…“

 

Foto: Klemens Fellner

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