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21.09.2017 - 02:20
Foto: FF Ranshofen

Bruder identifiziert den Toten in Ranshofen

21.01.2011, 09:28
Das Rätsel um die Leiche in einem Schlammteich in Ranshofen ist geklärt: Sein Bruder identifizierte den Toten, einen Ex-Maurer aus Feldkirchen bei Mattighofen. Der 55-Jährige war psychisch krank und hatte im Braunauer Spital Ausgang. Doch er fuhr nicht heim, sondern stahl, wie berichtet, einen Bagger, mit dem er versank und ertrank.

Erst am Donnerstagvormittag konnte der rätselhafte Leichenfund geklärt werden. Arbeiter einer Schottergrube hatten, wie berichtet, am Mittwoch gegen 13 Uhr zunächst nur bemerkt, dass ein 22- Tonnen- Bagger kopfüber in einem zwei Meter tiefen Schlammteich steckte. Als die Belegschaft eineinhalb Stunden später die Maschine geborgen hatte, schreckten die Arbeiter entsetzt zurück: Im verschlammten Führerhaus saß ein Toter!

Packung Zigaretten und ein FPÖ- Feuerzeug

Die Polizei fand bei dem vorerst Unbekannten nur eine Packung Zigaretten und zwei Feuerzeuge. Eines trug die Aufschrift der FPÖ Neukirchen an der Enknach. Eine Spur, die nicht weiterhalf. Am Mittwochabend wurde dann ein Foto der Leiche an sämtliche Polizeiinspektionen des Bezirks geschickt. Mit Erfolg.

Donnerstag früh meldete sich der Postenkommandant von Eggelsberg. Er sei sich fast sicher, dass der Tote ein 55- jähriger Frühpensionist aus Feldkirchen bei Mattighofen sei. Bald darauf identifizierte der Bruder die Leiche. Es handelte sich tatsächlich um den ehemaligen Maurer.

Todesumstände bleiben ewiges Geheimnis

Der ledige Innviertler war seit Jahren psychisch krank, Hauptleidtragender war sein Bruder, der sich um den schizophrenen Frühpensionisten kümmerte. Mehrmals musste der 55- Jährige ins Spital eingewiesen werden, weil er sich nach Krankheitsschüben wieder heftig mit seiner Familie gestritten hatte. Am Mittwoch bekam er von der psychiatrischen Abteilung des Braunauer Spitals Ausgang. Er sollte sich wie immer beim Bruder melden. Dort kam er aber nicht an. Das Motiv für die tödliche Baggerfahrt bleibt sein Geheimnis.

von Christoph Gantner, "OÖ Krone"

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