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24.09.2017 - 15:04
Foto: Johannes Markovsky

Billardhallen- Mitarbeiter zittern vor Masern

06.04.2008, 01:00
Die Angst vor einer Masern-Erkrankung breitet sich schneller aus als die Epidemie selbst: Wie berichtet, nahm ein infizierter Lehrling letztes Wochenende an einem Billardturnier mit 119 Spielern teil. Darauf sagten nun Mannschaften die Teilnahme an gestrigen Spielen ab, Billardhallen-Mitarbeiter ließen sich bereits impfen.
In der Linzer „Pool Hall“ herrscht gedämpfte Stimmung. Viele Billardfans blieben am Wochenende ihrem Treffpunkt fern, aus Angst, sich an Masern anzustecken. Denn vergangenes Wochenende lief ein infizierter Lehrling dort unter über hundert Spielern herum. Auch zwei Mannschaften, die gestern bei Landesliga-Spielen in Linz teilnehmen sollten, sagten nach den Meldungen vom Vortag kurzfristig ab, weil einige ihrer Vereinsmitglieder nicht gegen Masern geimpft sind, sie die Gefahr meiden.

Unter denen, die sich bei dem Lehrling vielleicht angesteckt haben, sind auch einige Mitarbeiter der Billardhalle: „Drei oder vier hatten noch nicht diese Kinderkrankheit und wurden auch bisher nicht geimpft. Sie haben das aber natürlich sofort nachgeholt“, weiß Thomas Erhartmaier vom dortigen Verein Pbc Black Eight.

Ob die Impfung noch rechtzeitig war, wird sich erst herausstellen, denn wenn der infizierte Bursch beim Turnier schon in einem zu weit fortgeschrittenen Stadium der Inkubationszeit war, könnte das Serum auch zu spät gepritzt worden sein. Ganz sicher wirkt es nur bis 72 Stunden nach einem Kontakt.

Auch an Oberösterreichs Schulen herrscht derzeit erhöhte Aufmerksamkeit. Informationsblätter klären Eltern, Lehrer und Schüler genau über die richtigen Verhaltensweisen auf, empfehlen nicht Immunen dringend eine Impfung. Kinder, die eine solche nicht haben und Kontakt zu Kranken hatten, sollen die nächsten14 Tage nicht in die Schule kommen: „Mit Masern ist nicht zu spaßen. Auch wenn die allermeisten Kranken wieder ganz gesund werden – ich hatte schon einmal einen jungen Patienten, der daran starb. Schon einer ist zu viel, wenn nur zwei unkomplizierte Spritzen schützen“, warnt Kinderarzt Peter Kahr aus Linz.

Foto: Johannes Markovsky
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