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26.09.2017 - 20:01
Foto: Horst Einöder

Bei den Spitälern bleibt kein Stein am anderen

29.03.2008, 01:00
Den Arzt zahlt die Krankenkasse, im Spital zahlen Land und Gemeinden drauf: Dadurch schiebe einer dem anderen die Patienten zu, sagen LH Josef Pühringer und die neuen Gespag-Vorstände Harald Geck und Karl Lehner diesem „geteilten“ System den Kampf an und wollen eine „Finanzierung aus einem Topf“.

„Es werden wenig Steine auf den anderen bleiben“, kündigt Pühringer turbulente fünf Jahre für das Vorstandsduo an, in dem nur Lehner wirklich neu ist: Der 47- jährige Harald Geck leitete schon bisher die Gespag gemeinsam mit Maximilian Koblmüller, der zur Wiener Spitalsgesellschaft gegangen ist. An dessen Stelle steigt Lehner (46) auf, der zuletzt kaufmännischer Gespag- Direktor war.

Beide wollen zugleich die „Grundversorgung“ auf landesweit gleiches Niveau bringen - etwa Herzstationen in allen Landesspitälern - und die „Spitzenmedizin“ wie in Nerven- und Frauenklinik in Linz weiter ausbauen. Das Land verspricht ihnen etwa 700 Millionen Euro dafür: So viel fehlt noch auf die 1,9 Milliarden, die von 2002 bis 2010 budgetiert sind. „Für keinen anderen Bereich gibt es so viel“, betont Pühringer.

Problem dabei: In den Spitalsambulanzen müssen Land und Gemeinden alle Mehrkosten tragen, die bei niedergelassenen Ärzten die Krankenkasse zahlt. „Da wird gefragt, was es kostet“, kritisiert Pühringer und fordert eine Einheitsfinanzierung: „Dann fragt man wieder, was besser ist.“

 

Foto: Horst Einöder

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